Fahrgäste der Straßenbahnlinien M4 und M5 müssen sich ab März erneut auf Streckensperrungen einstellen. Das erfuhren die Abgeordnetenhausmitglieder Danny Freymark und Prof. Dr. Martin Pätzold von der BVG. Beide fragten schriftlich beim Senat nach, welche Straßenbaumaßnahmen für 2026 bereits bekannt sind. Von der BVG heißt es dazu, dass Straßenbahnlinie M4 vom März bis Juli erneut nicht auf der Hansastraße zwischen Prerower Platz und Sulzfelder Straße verkehren wird. Der Grund ist die Fortsetzung der Gleisbauarbeiten in der Hansastraße vom vergangenen Jahr. Im nächsten Abschnitt finden sie nun zwischen Feldtmannstraße und Buschallee statt. Zeitgleich finden außerdem Bauarbeiten an der Gleisschleife Zingster Straße statt, sodass keine Straßenbahnen auf der Zingster Straße bis zum Prerower Platz und umgekehrt verkehren können.
Die Linie M5 wird deshalb während der Bauarbeiten vom Hauptbahnhof kommend nach Falkenberg umgeleitet. Die M4 verkehrt indes vom S-Bahnhof Hackescher Markt bis zur Sulzfelder Straße. Zwischen Sulzfelder Straße bis zum Prerower Platz und weiter bis Zingster Straße wird dann ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. „Weitere große Straßenbahn-Baumaßnahmen in Hohenschönhausen sind im Jahr 2026 nicht vorgesehen“, heißt es weiter von der BVG. Kleine Sperrungen, wie dringende Instandhaltungsmaßnahmen oder Maßnahmen im Sinne der Verkehrssicherheit könnten allerdings auch kurzfristig auftreten.
Neben den Arbeiten der BVG sind dem Senat für 2026 bereits acht weitere Bauvorhaben auf Hohenschönhausener Straße bekannt:
• Leitungsarbeiten der Berliner Wasserbetriebe (BWB) im Wartenberger Weg zwischen Hagenower Ring und An der Margaretenhöhe (laufen bis 27. März)
• Leitungsarbeiten der BWB im Malchower Weg 97 bis 102 (laufen bis 3. März)
• Leitungsarbeiten der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) im Malchower Weg 17 bis 117 (Baubeginn frühestens am 3. März)
• Arbeiten an der Straßenbeleuchtung im Malchower Weg durch die Stromnetz Berlin GmbH (vom 16. Februar bis 20. März)
• Leitungsarbeiten der Berliner Energie und Wärme GmbH (BEW) in der Hansastraße von der Hausnummer 148 bis zur Indira-Gandhi-Straße (voraussichtlich bis zum 12. März)
• Arbeiten am Fuß- und Radweg durch das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) Lichtenberg im Nebenbereich der Falkenberger Chaussee (Baubeginn im 1. Quartal 2026, ein geplantes Ende ist nicht bekannt)
• Bau der Fahrradstraße Rüdickenstraße durch das SGA (geplantes Ende im Sommer 2026)
• Bau des Gehweges vor der Schule in der Wustrower Straße durch das SGA (Baubeginn im 1. Quartal, geplantes Ende im Sommer 2026)
Nach den Erfahrungen bei Baumaßnahmen in den vergangenen Jahren, möchten Danny Freymark und Martin Pätzold in ihrer Anfrage vom Senat auch wissen: Wie und durch wen wird sichergestellt, dass eine rechtzeitige Information der Anwohner und betroffenen Verkehrsteilnehmer im Vorfeld der Bauarbeiten erfolgt? Dazu teilt der Senat mit, dass laut Berliner Straßengesetz bei umfangreichen Bauarbeiten „die betroffenen Anlieger über die Baumaßnahme in geeigneter Form rechtzeitig vorher“ vom bauenden Unternehmen unterrichtet werden müssen.
Die BVG informiert laut eigener Aussage über Umleitungen oder Haltestellenverlegungen von
Bus- und Straßenbahnlinien unter anderem durch Fahrplanaushänge, über die BVG-Fahrplanauskunft, Anwohnendeninformationen, das Portal „Herzensprojekte“ sowie über soziale Medien. Für die geplante Baumaßnahme auf der Hansastraße zwischen dem Prerower Platz und der Sulzfelder Straße und dem zeitgleichen Bau der Gleisschleife Zingster Straße wird es nach Aussage der BVG rechtzeitig eine ausführliche Fahrgastinformation geben.
Fotoinformation:
Ab Anfang März finden Bauarbeiten auf der Gleisschleife in der Zingster Straße statt. Dann werden hier wieder keine Straßenbahnzüge halten, wie gerade erst in der 5. Kalenderwoche, als die BVG den Straßenbahnbetrieb der Linien M4 und M5 wegen vereister Oberleitungen einstellte.

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