Wir stehen für eine generationen- und familienfreundliche Stadtentwicklung.

Wir stehen für eine generationen- und familienfreundliche Stadtentwicklung.
01.08.2026

Lichtenberg wächst. 320.000 Menschen wohnen mittlerweile in unserem Bezirk. Und in den nächsten Jahren werden es noch mehr. Der Wohnungsbau gelingt also: Lichtenberg ist einer der Berliner Spitzenreiter. Aber die Infrastruktur wächst nicht in diesem Tempo mit. Wir merken dies insbesondere bei der Nahversorgung, Parkplätzen, dem ÖPNV und der Ärzteansiedlung. Mit viel Energie ist es uns im Bezirk bereits gelungen, tausende Kita- und Schulplätze zu schaffen, von der Parkstadt in Karlshorst bis zum Breiten Luch in Hohenschönhausen. Gleichzeitig treiben wir die Sanierung aller Schulen im Altbestand voran. Durch das Kleingartensicherungsgesetz wurde ein wichtiges Signal gesetzt: die grünen Lungen mitten in unseren Kiezen sind endlich langfristig sicher. Es gibt also viele Gründe, warum immer mehr Familien unseren familienfreundlichen Bezirk schätzen.

Doch gleichzeitig hören wir oft, dass sich die Menschen in ihren Häusern und auf den Straßen nicht mehr wohlfühlen. Wohnungswechsel von groß nach klein oder umgekehrt sind kaum möglich. Wer über den Möglichkeiten für Wohngeld und Wohnberechtigungsschein (WBS) liegt, schaut in die Röhre. Auch für die gesellschaftliche Mitte wird die Wohnungssuche zur großen Herausforderung. Deshalb brauchen wir auch weiter Wohnungsbau in unserem Bezirk für alle Generationen und Einkommenssituationen.

In den nächsten fünf Jahren werden wir daher die richtigen Entscheidungen treffen müssen: Keine planlose Nachverdichtung um jeden Preis. Keine weitere Bebauung der grünen Innenhöfe. Parkplätze in den Kiezen sollen bleiben und müssen nach Bedarf erweitert werden. Leerstehende Büroräume sollen zu Wohnungen werden, damit wir nicht neu bauen und versiegeln müssen. Die WBS-Quote muss dabei deutlich verringert werden, damit die soziale Durchmischung in den Quartieren nicht zum Problem wird. Wir brauchen endlich mehr Service in den Kundenzentren für Bestandsmieter in den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Wir wollen den Bau der Genossenschaften und der landeseigenen Wohnungsunternehmen wie auch der privaten Investoren und privaten Eigentümer fördern. Bei Bauvorhaben sollen zukünftig auch wieder Stellplätze verpflichtend mitgeplant werden. Nur Hand in Hand kann etwas gegen die Wohnungs- und Parkplatznot getan werden. Der Wohnungstausch muss nicht kompliziert sein – einfache, lösungsorientierte Möglichkeiten brauchen wir jetzt. Und der Knoten muss endlich platzen für tausende neue Wohnungen in Großprojekten: Bei den Vertragsarbeiterhäusern an der Gehrenseestraße, beim Sportler-Hotel am Weißenseer Weg und der Spreeküste.
Weitere Flüchtlingsunterkünfte in unserem Bezirk sind aber das falsche Signal. Gegen den Widerstand der anderen Parteien konnte dies in dieser Wahlperiode verhindert werden.