Die Entschlammung des Obersees ist abgeschlossen. Doch wann erfolgt die Wiederherstellung der für diese Arbeiten in Anspruch genommenen Grünflächen im Park am Obersee? Näheres dazu erfuhr Abgeordnetenhausmitglied Prof. Dr. Martin Pätzold nach einer Schriftlichen Anfrage an den Senat.
Die Arbeiten zur Entschlammung in der östlichen Bucht des Obersees begannen im vergangenen Sommer. Ende 2025 wurden sie beendet. Mit der Entschlammung sollte nicht nur die Wasserqualität verbessert werden, auch die Aufenthaltsqualität am Obersee sollte mit diesen Arbeiten längerfristig gesichert werden. Dem Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg standen für alle mit der Entschlammung verbundenen Arbeiten 1,7 Millionen Euro aus dem Kleingewässerprogramm der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt zur Verfügung. Die tatsächlichen Gesamtausgaben beliefen sich schließlich auf rund 1,2 Millionen Euro. Dass erheblich weniger Kosten entstanden lag daran, dass die geförderte Sedimentmenge mit rund 1,25 Tonnen deutlich geringer ausfiel als in der ursprünglichen Kostenschätzung vorgesehen.
Auch wenn die Sedimentmenge geringer ausfiel als ursprünglich angenommen, so war sie doch erheblich. Entstanden durch die Lagerung des Sedimentaushubs in diesem Bereich am Obersee Kontaminationsschäden? möchte Martin Pätzold deshalb wissen. Der Zuständigkeit halber bat die Senatsumweltverwaltung das Bezirksamt Lichtenberg um Stellungnahme, und das antwortet mit einem klaren: Nein. Der Sedimentaushub sei auf einer temporär befestigten Fläche im Park am See in Containern fachgerecht gelagert worden, teilt das Bezirksamt mit. Im Rahmen der Bauüberwachung konnte das Bezirksamt auch nicht feststellen, dass Sedimentaushub außerhalb der Container nicht fachgerecht gelagert wurde.
Doch wann und wie werden nun die im Rahmen der Entschlammung in Anspruch genommenen Grünflächen wieder hergestellt? Aus dem Bezirksamt ist zu erfahren, dass auf den betreffenden Flächen zunächst eine Bodenauflockerung stattfindet, bevor auf sie ein neuer Oberboden aufgetragen wird. Danach werden die Flächen wieder begrünt. Wenn bei den Wiesenflächen, nach entsprechender Pflege und Bewässerung, ein sichtbarer Aufwuchs mit einer Deckung von mindestens 75 Prozent erreicht ist, werden sie für die Nutzung freigegeben, heißt es aus dem Bezirksamt. Dann können diese Grünflächen auch so wie vor den Entschlammungsarbeiten wieder genutzt werden. Vorgesehen ist, dass die Flächen im zweiten Quartal dieses Jahres wieder hergestellt und zu nutzen sein werden. „Die weitere Pflege nach der Fertigstellung übernimmt das Straßen- und Grünflächenamt mit eigenem Personal“, so das Bezirksamt.
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Nach der Entschlammung im Obersee werden in absehbarer Zeit die für diese Arbeiten in Anspruch genommenen Grünflächen wieder hergestellt.

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