Meldung

2.200 neue Wohnungen: Ehemalige DDR-Vertragsarbeitersiedlung wird bebaut

Die HOWOGE baut rund 600 Wohn­ein­hei­ten, Bel­le Épo­que etwa 1.600 Wohn­ein­hei­ten. Der größ­te Teil der Gebäu­de wird über fünf bis sie­ben Eta­gen ver­fü­gen, zusätz­li­ch sol­len fünf Hoch­häu­ser mit bis zu 21 Geschos­sen ent­ste­hen. Die Hälf­te der HOWO­GE-Woh­nun­gen und 30 Pro­zent der Bel­le-Épo­que-Wohn­flä­chen wer­den miet­preis­ge­bun­den ange­bo­ten. Geplant sind auch gewerb­li­che Nut­zun­gen für Dienst­leis­tun­gen, Stu­den­ten-, Senio­ren- oder Pfle­ge­woh­nen, sozia­le und medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung, Kul­tur und Laden­ge­schäf­te. Von bei­den Vor­ha­ben­trä­gern wird eine Flä­che für die Errich­tung einer 3-zügi­gen Grund­schu­le zur Ver­fü­gung gestellt. Eben­falls wer­den gemäß »Ber­li­ner Modell« die erfor­der­li­chen Kita­plät­ze und Spiel­platz­flä­chen rea­li­siert.

Seit 1994 ist der Stand­ort, wo ab 1982 DDR-Ver­trags­ar­bei­ter aus Viet­nam in Wohn­hei­men unter­ge­bracht waren, ein städ­te­bau­li­cher Miss­stand in Lich­ten­berg. Inves­to­ren und der Bezirk ver­ein­bar­ten par­al­lel zum lau­fen­den Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren und der Bür­ger- und Bür­ge­rin­nen­be­tei­li­gung zusätz­li­ch ein Werk­statt­for­mat statt­fin­den zu las­sen, das im Herbst 2020 star­tet und nächs­te Ver­bind­lich­kei­ten schafft. Zudem braucht das Pro­jekt einen Namen. Ide­en, auch aus der Bevöl­ke­rung, sind will­kom­men.

Thors­ten Nehls, Geschäfts­füh­rer der Bel­le Épo­que Gesell­schaft für behut­sa­me Stadt­er­neue­rung mbH kom­men­tiert: »Wo, wenn nicht in Hohen­schön­hau­sen, soll­ten hohe und schö­ne neue Häu­ser für ein Leucht­turm­pro­jekt in die­ser lebens­hung­ri­gen und auf­ge­schlos­se­nen Stadt ent­ste­hen? Der Brü­cken­schlag ent­lang der Haupt­stra­ße nach Alt-Hohen­schön­hau­sen wird inte­gra­tiv und iden­ti­täts­stif­tend für die Nach­bar­schaft und unse­re Neu­be­woh­ner glei­cher­ma­ßen wir­ken!

Die Part­ner­schaft zwi­schen HOWOGE und Bel­le Épo­que ist eines der Bei­spie­le für die Zusam­men­ar­beit zwi­schen einer lan­des­ei­ge­nen Gesell­schaft und pri­va­ten Pro­jekt­ent­wick­lern. HOWO­GE-Geschäfts­füh­rer Ulrich Schil­ler sag­te: »Gemein­sam mit Bezirk, Nach­bar­schaft und den ent­spre­chen­den Fach­leu­ten ent­wi­ckeln wir Lösungs­an­sät­ze für den Bau eines nach­hal­tig-urba­nen Quar­tiers. Im Fokus steht dabei, einen sinn­vol­len Nut­zungs­mix aus Woh­nen, Nah­ver­sor­gung und nicht­stö­ren­dem Gewer­be zu schaf­fen – eine Stadt der kur­zen Wege. Dar­über hin­aus prü­fen wir die Nut­zung alter­na­ti­ver Bau­stof­fe wie Holz, Lehm oder Recy­cling­be­ton.”

Der Bezirks­bür­ger­meis­ter von Lich­ten­berg Micha­el Grun­st (Die Lin­ke) begrüßt das Pro­jekt: »End­li­ch geht es los, ich kann es kaum erwar­ten. Ich dan­ke den Vor­ha­ben­trä­gern, dass sie so viel Bewe­gung in das Pro­jekt gebracht haben. Seit mei­nem Amts­an­tritt bemü­hen wir uns als Bezirks­amt das Are­al nutz­bar zu machen. Dass unse­re Arbeit jetzt Früch­te trägt, macht uns froh. Ein neu­es und der­art visio­nä­res, urba­nes Zen­trum ist ein Geschenk für den Bezirk. Mehr Wohn­raum, mehr sozia­le Infra­struk­tur. Gut für Lich­ten­berg, gut für Ber­lin!«

Kevin Höni­cke (SPD), Stellv. Bezirks­bür­ger­meis­ter und Bezirks­stadt­rat der Abtei­lung Stadt­ent­wick­lung, Sozia­les, Wirt­schaft und Arbeit, wünsch­te sich, den 17-jäh­ri­gen Miss­stand des »Stand­orts im Koma und stän­di­gem Blick­feld der Nach­bar­schaft” bald und inten­siv durch Leben zu erset­zen: »Ich begrü­ße die Idee der Kreis­lauf­wirt­schaft und die Inte­gra­ti­on gewerb­li­cher Nut­zun­gen in das Pro­jekt«. Er wirbt neben Woh­nun­gen auch für Arbeits­plät­ze sowie für Ein­rich­tun­gen für Senio­ren und Ärz­te und somit für Fami­li­en­freund­lich­keit. Man­che Beden­ken zur Bebau­ungs­dich­te sei­en kein Geheim­nis, doch eine gemein­sa­me Pla­nung und wei­te­re Gesprä­che kön­nen hel­fen: »Es ist wich­tig die begon­ne­ne Dyna­mik zu hal­ten und ins Machen zu kom­men”, so Höni­cke.

Mar­tin Schae­fer (CDU), Bezirks­stadt­rat der Abtei­lung Schu­le, Sport, Öffent­li­che Ord­nung, Umwelt und Ver­kehr: »Schul­fra­gen zum Vor­ha­ben sind geklärt, die Grund­schu­le im Schul­ent­wick­lungs­plan Lich­ten­berg für die Jah­re 2024/ 25 ver­an­kert – für mich die wich­tigs­te Bot­schaft für das Quar­tier. Die Anfor­de­run­gen an den ÖPNV wer­den durch das Vor­ha­ben stei­gen. Wir rech­nen mit bis zu 3.000 zusätz­li­chen Fahr­gäs­ten. Geplant: eine neue Tram-Hal­te­stel­le und Gleis­schlei­fe, ver­dich­te­te Tak­te. Wir als Bezirk wer­den uns wei­ter­hin für die Ange­bots­op­ti­mie­rung der S-Bahn S75 von War­ten­berg min­des­tens zur War­schau­er Stra­ße ein­set­zen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen

urban­PR

Gesell­schaft für Öffent­lich­keits­ar­beit

Dr. Ott­fried Fran­ke

Tele­fon: (030) 884 2020

E-Mail: franke@urbanpr.de

 

Bezirks­amt Lich­ten­berg von Ber­lin

Pres­se­re­fe­rent des Bezirks­bür­ger­meis­ters

komm. Lei­tung Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit

Pro­kop Bow­tromi­uk

Tele­fon: (030) 90296–3307

E-Mail: pressestelle@lichtenberg.berlin.de

Herausgeber: Bezirksamt Lichtenberg | 02.09.2020

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