Pressespiegel

Wahlkampf ist kein Grund zum Vorwurf

Dabei geht es nicht nur um die gro­ßen Debat­ten im Ple­num, son­dern auch um die klei­nen Din­ge am Ran­de… Heu­te: Aus der 52. Sit­zung der VII. Wahl­pe­ri­ode am 21. Janu­ar in der Max-Taut-Aula.

Not­un­ter­künf­te für Flücht­lin­ge:

Seit Dezem­ber 2015 gibt es eine neue Not­un­ter­kunft für geflüch­te­te Men­schen in der Turn­hal­le Jane-Addams-Schu­le (OSZ Sozi­al­wirt­schaft), Dar­ßer Str. 97, 13051 Ber­lin. In der NUK, Rusches­tr. 104, die vom DRK Kreis­ver­band Müg­gel­spree betrie­ben wird, sind mitt­ler­wei­le 1.300 Men­schen unter­ge­bracht. Lich­ten­bergs Stell­ver­tre­ten­der Bür­ger­meis­ter, Dr. Andre­as Prü­fer (Lin­ke), bat die Bezirks­ver­ord­ne­ten um Teil­nah­me an ent­spre­chen­den Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen. Der Bezirk muss sich auf wei­te­re Stand­or­te zur Unter­brin­gung ein­stel­len. Die Bezirks­stadt­rä­tin für Jugend und Gesund­heit, Dr. San­dra Ober­mey­er (par­tei­los für Lin­ke), infor­mier­te, dass die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung der Flücht­lin­ge gut funk­tio­nie­re. Bil­dungs­stadt­rä­tin Kerstin Beu­rich (SPD): Nur drei Sport­hal­len zen­tral­ver­wal­te­ter Schu­len wer­den in Lich­ten­berg als Unter­kunft benutzt. Im Bezirk fällt aus die­sem Grund kein Sport­un­ter­richt aus. Ein­stim­mig fass­ten die Par­la­men­ta­rier einen Beschluss, mit dem das Bezirks­amt ersucht wird, »auch wei­ter­hin alle Mög­lich­kei­ten zu nut­zen, um den Kin­dern von geflüch­te­ten Men­schen, ins­be­son­de­re aus der Not­un­ter­kunft Rusche­s­tra­ße, eine Beschu­lung zu ermög­li­chen…« Wer sich infor­mie­ren und hel­fen will, kann dies u.a. auf der Web­sei­te von Schnell-Hel­fen e.V.: www.schnell-helfen.de.

Kon­zept »Lich­ten­berg wächst«

Nach einer Bevöl­ke­rungs­pro­gno­se des Lan­des Ber­lin wächst Lich­ten­berg bis 2030 um 30.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner. Die Ver­ord­ne­ten stimm­ten ein­hel­lig für einen Antrag der SPD-Frak­ti­on, wonach das Bezirks­amt in den kom­men­den sechs Mona­ten res­sort­über­grei­fend ein Kon­zept erar­bei­ten soll, wie dem Bevöl­ke­rungs­wachs­tum und dem demo­gra­fi­schen Wan­del Rech­nung getra­gen wer­den kann. Zie­le sind unter ande­rem die Ver­rin­ge­rung der sozia­len Ungleich­heit und die Stär­kung struk­tur­schwa­cher Räu­me. Ein Hand­lungs­kon­zept soll auf­zei­gen, wo Inter­es­sens­kon­flik­te auf­tre­ten kön­nen und an wel­chen Stel­len Pla­nun­gen ange­passt wer­den müs­sen. Die Bür­ger will man mehr in Ent­schei­dun­gen ein­be­zie­hen. Der Senat will für die Kon­zep­ter­ar­bei­tung 50.000 Euro bereit­stel­len. (Mar­zahn-Hel­lers­dorf hat­te im Juli 2015 bereits ein ver­gleich­ba­res Infra­struk­tur­kon­zept beschlos­sen.)

Was­ser­haus führt nicht zu weni­ger Woh­nun­gen

Die Umset­zung der Idee zum Bau eines Was­ser­hau­ses an der Kynast­stra­ße wür­de nicht zu einem ver­min­der­ten Woh­nungs­bau der Howo­ge füh­ren, sag­te der Stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung, Wil­fried Nün­thel (CDU) auf eine münd­li­che Anfra­ge. Im Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren XVII-4 »Ost­kreuz« sei ent­lang der Kynast­stra­ße ein Misch­ge­biet von Woh­nen und Gewer­be in einem aus­ge­wo­ge­nen Ver­hält­nis vor­ge­se­hen. Der poten­zi­el­le Was­ser­haus-Investor hat aller­dings noch kein Grund­stück vom Land Ber­lin erwor­ben.

Öffent­li­che Toi­let­ten

Das Bezirks­amt hat ein Ver­zeich­nis mit öffent­li­chen bzw. öffent­li­ch zugäng­li­chen Toi­let­ten in Lich­ten­berg erar­bei­tet. Die­se ist als Such­ta­bel­le und in Form einer Kar­te auf der Start­sei­te des bezirk­li­chen Inter­net­auf­trit­tes ein­ge­stellt.

Kei­ne Ver­län­ge­rung der Auto­bahn

Nur mit knap­per Mehr­heit wur­de ein Antrag der Frak­ti­on Die Lin­ke beschlos­sen, der die ableh­nen­de Hal­tung des Bezirks zu einer vom Senat vor­ge­se­he­nen Ver­län­ge­rung der Auto­bahn A 100 bis nörd­li­ch der Frank­fur­ter Allee (Stor­kower Stra­ße) bekräf­tigt. SPD und CDU hat­ten sich zuvor gegen den Antrag aus­ge­spro­chen. Bereits im Janu­ar 2012 hat­te die BVV jedoch schon beschlos­sen, dass sich das Bezirks­amt gegen den Auto­bahn­bau wen­den soll.

Über­wie­sen

Die Erst­kon­zep­ti­on der Bür­ger­meis­te­rin Bir­git Mon­tei­ro (SPD) für einen Ehren­amts­fonds Lich­ten­berg wur­de (in Mon­tei­ros urlaubs­be­ding­ter Abwe­sen­heit) in den Haupt­aus­schuss über­wie­sen. Im Haus­halts­plan 2016/17 wur­den für die­sen Fonds 100.000 Euro ver­an­schlagt.

Gewünscht

Bei­fall aus allen Frak­tio­nen erhielt zum Ende der 52. Sit­zung der vom Stell­ver­tre­ten­den Bezirks­bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Prü­fer vor­ge­tra­ge­ne Wunsch: »Machen Sie Wahl­kampf! Sagen Sie wofür und woge­gen Sie sind! Wahl­kampf ist rich­tig und muss sein. Aber hören Sie auf, sich sel­bi­gen gegen­sei­tig vor­zu­wer­fen!« Hin­ter­grund: Red­ner meh­re­rer Frak­tio­nen hat­ten sich merk­wür­di­ger­wei­se erstaunt gezeigt, dass sich der Ton im Bezirks­par­la­ment auf­grund der am 18. Sep­tem­ber bevor­ste­hen­den Ber­lin-Wahlen ver­schärft.

Das Lich­ten­ber­ger Bezirks­par­la­ment tagt das nächs­te Mal am Don­ners­tag, 18. Febru­ar. Dann auch wie­der ab 17 Uhr im Livestream zu sehen unter: http://lichtenberg.demokratielive.org.

Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/wahlkampf-ist-kein-grund-zum-vorwurf/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 25.01.2016

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