Pressespiegel

»Stark im Kiez!«

Bereits im März war die CDU Lich­ten­berg mit einer ers­ten »Dia­log­of­fen­si­ve« in den Wahl­kampf für die Wahlen zum Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus und der Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung gestar­tet. Auf fünf regio­na­len, öffent­li­chen Kiez­kon­fe­ren­zen kamen die Spit­zen­kan­di­da­ten der Wahl­krei­se (Dan­ny Frey­mark WK 1, Gre­gor Hoff­mann WK 2, Pas­cal Ribble WK 3, Chris­ti­ne Nün­thel WK 4, Mar­tin Schae­fer WK 5 und Fabi­an Peter WK 6) sowie der Lich­ten­ber­ger CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Mar­tin Pät­zold mit den Bür­gern ins Gespräch und tausch­ten sich zu Ide­en, Sor­gen, Pro­ble­men und Lösun­gen aus. Zuvor waren an alle Lich­ten­ber­ger Haus­hal­te 150.000 »Dia­log-Post­kar­ten« ver­teilt wor­den. »Rund 100 Bür­ger­vor­schlä­ge flos­sen so in das Bezirks­wahl­pro­gramm mit ein«, sag­te Fabi­an Peter.

Kon­kre­te Vor­ha­ben

»Stark im Kiez« lau­tet der Slo­gan, mit dem die Lich­ten­ber­ger Christ­de­mo­kra­ten um die Wäh­ler­gunst kämp­fen wol­len. Mit kon­kre­ten Vor­ha­ben will man die Bür­ger errei­chen und für die Wahl am 18. Sep­tem­ber mobi­li­sie­ren. So sol­len bei­spiels­wei­se an gro­ßen Gewer­be­stand­or­ten, wie zwi­schen Herz­berg- und Bor­nitz­stra­ße, wo im Flä­chen­nut­zungs­plan noch Indus­trie und pro­du­zie­ren­des Gewer­be vor­ge­se­hen sind, jedoch schon jah­re­lang Flä­chen brach lie­gen, auch offi­zi­ell ande­re Nut­zun­gen – zum Bei­spiel durch Künst­ler – ermög­licht wer­den. »Wir wol­len dazu eine brei­te Dis­kus­si­on ansto­ßen«, sag­te Wil­fried Nün­thel.

»Mit 2.600 Bau­ge­neh­mi­gun­gen für Woh­nun­gen im Jahr 2015 lag Lich­ten­berg im Ber­lin-Ver­gleich an drit­ter Stel­le«, so der Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung und CDU-Spit­zen­kan­di­dat für die BVV. Nur mit wei­te­rem Woh­nungs­bau kön­ne die Situa­ti­on in der wach­sen­den Stadt ent­spannt wer­den. »Nicht hin­nehm­bar« sei, dass es vom Vor­ha­ben bis zur Fer­tig­stel­lung von Schul­neu­bau­ten sie­ben bis acht Jah­re dau­e­re. »Wir möch­ten, dass dort, wo Woh­nungs­bau in gro­ßem Rah­men betrie­ben wird, der Bau­herr auf ver­trag­li­cher Basis gleich eine Schu­le mit­bau­en lässt.« Bis­her gebe es jedoch für eine sol­che Zusam­men­ar­beit von öffent­li­cher Hand und pri­va­ten Inves­to­ren in Ber­lin kei­ne poli­ti­schen Mehr­hei­ten. Des Wei­te­ren, so der Spit­zen­kan­di­dat, müss­ten öffent­li­che Bau­ten wie Schu­len von vorn­her­ein als Mul­ti­funk­ti­ons­ge­bäu­de ange­dacht wer­den, so dass es mög­li­ch sei, in Zukunft z.B. aus einer Schu­le ein Senio­ren­heim zu machen.

Mehr Geld für Schu­len

Die bis­he­ri­gen Maß­nah­men zur Sanie­rung und Instand­hal­tung von Schul­ge­bäu­den reich­ten nicht aus, erklär­te Dan­ny Frey­mark. »An der Schu­le am Roeder­platz zum Bei­spiel wur­de die Sanie­rung begon­nen, aber für die Her­rich­tung der zwei­ten Eta­ge fehlt bis­her das Geld.« Es müs­se viel mehr Geld in die Hand genom­men wer­den, gera­de für Schu­len an sozia­len Brenn­punk­ten.

Infra­struk­tur ver­bes­sern

Um die wohn­ort­na­he Ver­sor­gung zu gewähr­leis­ten, will sich die CDU dafür ein­set­zen, dass die star­re Begren­zung auf­ge­ho­ben wird, wonach bei Ein­zel­han­dels-Bau­vor­ha­ben ab 800 Qua­drat­me­tern Grö­ße ein Bebau­ungs­plan auf­ge­stellt wer­den muss.

Im Hin­bli­ck auf einen bes­se­ren Öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr strebt die Par­tei u.a. an, dass die Stra­ßen­bahn-Linie M4 von der bis­he­ri­gen End­hal­te­stel­le Fal­ken­berg nach Ahrens­fel­de ver­län­gert wird. Die S-Bahn-Linie S75 soll nach Pan­kow ver­län­gert wer­den. Und end­li­ch sol­len die Orts­um­fah­rung Mal­chow sowie eine Ver­län­ge­rung der Auto­bahn A100 bis zur Frank­fur­ter Allee in Angriff genom­men wer­den. Die CDU ist gegen die Ein­füh­rung einer Park­raum­be­wirt­schaf­tung in Lich­ten­berg, wie sie im Nach­bar­be­zirk Fried­richs­hain-Kreuz­berg bereits betrie­ben wird. Denn Park­ge­büh­ren lös­ten nicht das Pro­blem. Im Gegen­teil wür­den so oft Park­plät­ze unge­nutzt blei­ben. Statt­des­sen will man an aus­ge­wähl­ten Orten zusätz­li­che Park­plät­ze durch Opti­mie­rungs­kon­zep­te schaf­fen.

Wei­te­re Zie­le sind u.a. die bes­se­re per­so­nel­le Aus­stat­tung der Bür­ger­äm­ter und die Ein­füh­rung rechts­fä­hi­ger elek­tro­ni­scher Akten, die Schaf­fung einer funk­tio­nie­ren­den Fahr­rad- und Mobi­li­täts­sta­ti­on in Hohen­schön­hau­sen und die Sanie­rung wei­te­rer 24 Spiel­plät­ze.

Fami­li­en­zen­tren

Der von der SPD prä­fe­rier­te kin­der- und fami­li­en­freund­li­che Bezirk sei »zu kurz gegrif­fen«, sag­te Fabi­an Peter. Die CDU Lich­ten­berg set­ze sich für eine »fort­ge­setzt gene­ra­tio­nen­freund­li­che Gesell­schaft« ein, in der gewähr­leis­tet sei, dass Älte­re so lan­ge wie mög­li­ch selbst­be­stimmt und aktiv in ihren Woh­nun­gen und in ihren Kie­zen leben könn­ten. In Bezirks-Fami­li­en­zen­tren soll­ten jun­ge und älte­re Men­schen zusam­men­kom­men kön­nen und sich bei­spiels­wei­se bei Behör­den­gän­gen oder bei der Beauf­sich­ti­gung von Kin­dern gegen­sei­tig hel­fen. Müt­ter, Väter und Groß­el­tern könn­ten auf nied­rig­schwel­li­gem Niveau Unter­stüt­zung bekom­men, ehe die Jugend­hil­fe tätig wer­den müs­se.

Die Lich­ten­ber­ger Christ­de­mo­kra­ten wol­len sich dafür ein­set­zen, dass Karls­hor­st ein Stand­ort der Hoch­schu­le für Tech­nik und Wirt­schaft bleibt. Soll­te dies nicht gelin­gen (Es gibt Plä­ne, die HTW in Ober­schö­ne­wei­de zu kon­zen­trie­ren.), so wol­le man sich bemü­hen, eine ande­re Hoch­schu­le für den tra­di­tio­nel­len Schul­stand­ort an der Tres­ko­wal­lee zu gewin­nen.

Vol­ler Ein­satz

Vol­ler Lei­den­schaft reagier­te Dan­ny Frey­mark auf die Fra­ge nach einem mög­li­chen Abschnei­den der AfD bei den Wahlen im Sep­tem­ber. »Natür­li­ch könn­te die AfD bei gerin­ger Wahl­be­tei­li­gung gera­de im Nor­den Hohen­schön­hau­sens uner­freu­li­ch hohe Stimm­an­tei­le errei­chen«, sag­te er. Die Lich­ten­ber­ger CDU und er per­sön­li­ch wür­den aber mit vol­lem Ein­satz kämp­fen, um das zu ver­hin­dern. »Wir ducken uns nicht weg, son­dern stel­len uns der Debat­te mit der AfD und wer­den hart dafür arbei­ten, dass die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unse­ren Argu­men­ten und Vor­stel­lun­gen zur Zukunft ihrer Kie­ze, des Bezirks und Ber­lins fol­gen kön­nen.« Um wei­ter in Kon­takt zu blei­ben, wür­den bewähr­te For­ma­te – wie Bür­ger­ver­samm­lun­gen, Kiez­fes­te, Orts­teilzei­tun­gen und Ehren­amts­aben­de eben­so genutzt wie neue – bei­spiels­wei­se die Ver­an­stal­tungs­rei­hen »Talk im Hof« und »Talk im Klub« sowie die Face­book- und Inter­net­sei­ten, die gera­de über­ar­bei­tet wur­den.

Die zwei­te Dia­log­of­fen­si­ve wäh­rend des Wahl­kamp­fes der Lich­ten­ber­ger CDU soll bereits Ende April star­ten mit ins­ge­samt 34 Kiez­spa­zier­gän­gen bis zum 10. Juli, durch­ge­führt vom Spit­zen­kan­di­da­ten für die Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung, Wil­fried Nün­thel, gemein­sam mit den jewei­li­gen CDU-Kan­di­da­ten für das Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus aus den Wahl­krei­sen. Die für die Spa­zier­gän­ge aus­ge­wähl­ten, his­to­ri­sch ent­stan­de­nen Kie­ze sind dabei nicht mit den Wahl­krei­sen iden­ti­sch. Bewoh­ner und Anlie­ger wer­den per Post­wurf­sen­dung ein­ge­la­den. Eine drit­te Stu­fe der Dia­log­of­fen­si­ve soll dann im August »gezün­det« wer­den.

Autor: Volkmar Eltzel
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/stark-im-kiez/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 14.04.2016

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