Pressespiegel

Senator will Ausbau der Treskowallee vorantreiben

Verkehr: Karlshorster Hauptverkehrsstraße soll 2018 verbreitert werden.

»Wenn wir schnell sind«, sag­te Gei­sel auf einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung des Bür­ger­ver­eins Karls­hor­st. Mit dem Aus­bau der Tres­ko­wal­lee in Höhe des Bahn­hofs soll ein Nadel­öhr besei­tigt wer­den. Denn gen­au an die­ser Stel­le staut sich der Ver­kehr täg­li­ch in bei­de Rich­tun­gen. Erst vor einem Jahr hat­te Ver­kehrs­staats­se­kre­tär Chris­ti­an Gaeb­ler (SPD) in Aus­sicht gestellt, dass mit den Arbei­ten für die Ver­brei­te­rung der Tres­ko­wal­lee in Höhe Bahn­hof Karls­hor­st frü­hes­tens Mit­te 2018 zu rech­nen sei. Jetzt, ein Jahr und ein Bau­se­na­tor spä­ter, erklärt Res­sort-Chef Andre­as Gei­sel: »Ich gehe davon aus, dass das erfor­der­li­che Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren noch in die­sem Jahr eröff­net wird und die Arbei­ten Ende 2018 begin­nen.« Gei­sel, seit Dezem­ber 2014 Ber­li­ner Sena­tor für Stadt­ent­wick­lung, spricht von einer »äußer­st beschä­men­den Situa­ti­on, die durch nichts mehr zu ent­schul­di­gen ist«. »Damals habe ich gedacht, ich wer­de Sena­tor und beschleu­ni­ge das.« Doch Gei­sel, seit vie­len Jah­ren Karls­horster und Mit­glied im hie­si­gen Bür­ger­ver­ein, rech­ne­te nicht mit den lang­sa­men Müh­len der Ber­li­ner Ver­wal­tung und der lan­des­ei­ge­nen Betrie­be: Denn sowohl die Senats­ver­wal­tung als auch die Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­be und die Ber­li­ner Was­ser­be­trie­be haben bei dem Bau­pro­jekt ein Wört­chen mit­zu­re­den. Im Rah­men des Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­rens wer­den ver­schie­de­ne Vari­an­ten für die Ver­brei­te­rung vor­ge­stellt. Außer­dem kön­nen Bür­ger und Behör­den Beden­ken oder Ein­wän­de äußern. Einer­seits plant die BVG, ihre Hal­te­stel­len für die Stra- ßen­bahn womög­li­ch unter die Brü­cke vom Bahn­hof Karls­hor­st zu ver­le­gen. Die Was­ser­be­trie­be wie­der­um müs­sen sich Gedan­ken machen, wie anfal­len­des Regen­was­ser abflie­ßen kann. Immer­hin konn­te Gei­sel auf der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung des Bür­ger­ver­eins Karls­hor­st mit einer guten Nach­richt auf­war­ten: Die Feder­füh­rung für das not­wen­di­ge Ver­fah­ren liegt jetzt bei der BVG. Par­al­lel begin­nen die Was­ser­be­trie­be mit ihren Pla­nun­gen, um Zeit zu spa­ren – unab­hän­gig vom Aus­gang des Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­rens. »Müs­sen die Was­ser­be­trie­be noch ein­mal umpla­nen, wird das Land Ber­lin die Mehr­kos­ten dafür tra­gen«, sag­te Gei­sel. Andern­falls hät­ten die Was­ser­be­trie­be erst nach Abschluss des Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­rens mit ihrer Kon­zep­ti­on begon­nen – dem Ver­neh­men nach wäre das erst frü­hes­tens Anfang 2019 der Fall gewe­sen. Kon­kre­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es auch, was die neue Ver­bin­dung zwi­schen der Bun­des­stra­ße 1 und 5 in Fried­richs­fel­de und Bies­dorf sowie der Stra­ße an der Wuhl­hei­de betrifft. Die soge­nann­te Tan­gen­tia­le Ver­bin­dung Ost (TVO) soll aus vier Fahr­spu­ren bestehen – pro Rich­tung zwei. Geplant ist, das Zen­trum von Karls­hor­st deut­li­ch zu ent­las­ten. »Das Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren ist schon seit län­ge­rem im Gan­ge«, sagt Lich­ten­bergs Stadt­ent­wick­lungs­stadt­rat Wil­fried Nün­thel (CDU). In die enge­re Aus­wahl käme nun eine Stre­cke, die öst­li­ch und west­li­ch des Bahn­au­ßen­rings ent­lang ver­lau­fe. Er wol­le im Janu­ar 2016 über einen mög­li­chen Tras­sen­ver­lauf infor­mie­ren. Bau­se­na­tor Andre­as Gei­sel ergänzt, dass man theo­re­ti­sch 2018 mit dem Bau begin­nen kön­ne. Aller­dings rech­net er mit Kla­gen, die das Vor­ha­ben noch um zwei Jah­re hin­aus­zö­gern kön­nen. Kon­kret bedeu­tet dies einen Bau­start im Jahr 2020.

Verweis: bezirks-journal.de/wp-content/uploads/2015/12/BZJ_12_2015_Lichtenberg.pdf

Quelle: Lichtenberger Bezirks-Journal | 10.12.2015

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