Pressespiegel

Schlechte Aussichten für das Unkraut

Aicher will umpla­nen

Doch das soll sich jetzt ändern. Auf der Alt-Hohen­schön­hau­se­ner Sei­te der sechs­spu­ri­gen Allee wird jedoch statt Gewer­be Wohn­raum ent­ste­hen. Die Unter­neh­mens­grup­pe Max Aicher plant nach Infor­ma­tio­nen aus dem Bezirks­amt Lich­ten­berg auf dem Are­al vor ihrem Wohn­ge­biet »Wei­ße Tau­be« kei­ne gewerb­li­che Nut­zung mehr, son­dern will ana­log zu den bestehen­den Häu­sern ähn­li­che auf dem Brach­land errich­ten. »Ein Ände­rungs­an­trag für den Bebau­ungs­plan ist jetzt bei uns ein­ge­gan­gen«, bestä­tigt Wil­fried Nün­thel, Lich­ten­bergs Stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung.

Ikea hat Grund­stück ver­kauft

Auch der schwe­di­sche Möbel­kon­zern Ikea hat inzwi­schen Nägel mit Köp­fen gemacht. Ursprüng­li­ch woll­te er sein Möbel­haus auf einer Flä­che nahe Aichers Grund­stü­cken errich­ten. Nach einer Plan­än­de­rung (die blau-gel­be Kis­te ent­stand bekannt­li­ch auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te der Lands­ber­ger Allee) blieb das Are­al jah­re­lang unbe­rührt. »Wir haben die Flä­che ver­kauft«, sag­te Ikea-Pres­se­re­fe­ren­tin Simo­ne Set­ter­gren auf Anfra­ge von LiMa+. Mehr will sie jedoch nicht ver­ra­ten. Über Ein­zel­hei­ten des Ver­trags sowie des Ver­trags­part­ners sei Ver­trau­lich­keit ver­ein­bart wor­den. Gut vor­stell­bar, dass auf dem Are­al nun eben­falls Woh­nun­gen errich­tet wer­den sol­len. Denn beim Stadt­rat haben bereits ver­schie­de­ne Pro­jekt­ent­wick­ler dies­be­züg­li­ch vor­ge­fühlt, erzähl­te Nün­thel.

Gro­ße Nach­fra­ge nach Wohn­raum bleibt

Gene­rell sei auf die­sen Flä­chen Woh­nungs­bau denk­bar, sag­te der Stadt­rat. »Nach unse­rer Ein­schät­zung bleibt in Lich­ten­berg die gro­ße Nach­fra­ge nach Wohn­raum erhal­ten.« Wür­den die Aicher- und Ex-Ikea-Bra­chen bebaut, kön­ne das zu einer »gewis­sen Ent­las­tung des Woh­nungs­mark­tes bei­tra­gen«, so Nün­thel. Aller­dings müs­se nun erst ein­mal umge­plant wer­den – in einem Wohn­ge­biet muss die Bau­mas­se anders als in einem Gewer­be­ge­biet ver­teilt wer­den. Nün­thel sag­te, dass ein B-Plan­ver­fah­ren durch­schnitt­li­ch etwa 18 Mona­te dau­ert. Es dürf­te somit noch gerau­me Zeit ver­ge­hen bis die Bag­ger anrü­cken.

Ent­wick­lung beim Gewer­be stockt

Die Lich­ten­ber­ger Sei­te der Lands­ber­ger Allee soll wei­ter­hin dem Gewer­be gehö­ren. Doch dort stockt der­zeit die Ent­wick­lung. Ein Aus­bau der Glo­bus-Rui­ne, die im Volks­mund wegen ihrer vie­len Stütz­pfei­ler schon als »Lich­ten­ber­ger Akro­po­lis« bezeich­net wird, ist nicht in Sicht, sag­te Nün­thel. Knapp 5.000 Qua­drat­me­ter Han­dels­flä­che dürf­te der pri­va­te Ham­bur­ger Investor nach einem Beschluss des Bezirks dort schaf­fen. Doch das ist die­sem zu wenig – er sitzt die Situa­ti­on aus. Der Bezirk kann ihn weder zum Bau­en noch zum Abrei­ßen zwin­gen. »Es gibt gegen­wär­tig kei­ne Signa­le, dass der Eigen­tü­mer tätig wer­den will«, so Nün­thel.

Gekauft und lie­gen­ge­las­sen

Auch auf dem benach­bar­ten Möbel-Max-Gelän­de, das jetzt dem Möbel-Mogul Kurt Krie­ger (u a. Höff­ner, Kraft, Scon­to) gehört, pas­siert nichts Sicht­ba­res. Das alte Möbel­haus wur­de im ver­gan­ge­nen Jahr abge­ris­sen, nur eine Hal­le blieb ste­hen. Krie­ger will dort ein 46.000 Qua­drat­me­ter gro­ßes Haus sei­ner Mar­ke Möbel-Kraft errich­ten. Doch weil der umtrie­bi­ge Unter­neh­mer sich erfah­rungs­ge­mäß deutsch­land­weit zunächst Flä­chen sichert, ehe er wirk­li­ch baut, wird das noch eini­ge Jah­re dau­ern. Es gab zwar eine Anfra­ge ans Bezirks­amt zur Nut­zung der alten Hal­le für einen Möbel-Mah­ler-Markt als Inte­rims­lö­sung. Doch wenn die­ser, wie schon Ende 2014 von Nün­thel ange­kün­digt, wirk­li­ch im August eröff­nen soll, müss­te sich wohl bald etwas tun.

Tei­le des Was­ser­werks ver­äu­ßert

Die Ber­li­ner Was­ser­be­trie­be haben Tei­le ihres Gelän­des an der Lands­ber­ger Allee 230 ver­kauft. Geplant sind dort eine soge­nann­te Sky­di­ving-Anla­ge und ein Künst­ler­do­mi­zil, u.a. mit Werk­stät­ten und Ate­liers. Wann die Pro­jek­te rea­li­siert wer­den sol­len, ist noch unbe­kannt.

Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/schlechte-aussichten-fuer-das-unkraut/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 21.03.2015

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