Pressespiegel

Prinzenviertel ohne Nahversorgung

Hin­sicht­li­ch der Neu­be­bau­ung setzt sich das Bezirks­amt gegen­über dem Vor­ha­ben­trä­ger dafür ein, dass am Stand­ort mög­lichst schnell wie­der ein Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del eröff­nen kann. »Zwar kön­nen wir das über Bau­recht nicht erzwin­gen, aber die bis­he­ri­gen Gesprä­che stim­men mich zuver­sicht­li­ch und auch der bereits ein­ge­gan­ge­ne Bau­an­trag sieht klein­flä­chi­gen Ein­zel­han­del vor«, erklär­te Wil­fried Nün­thel (CDU), Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung. Nun gel­te es sei­tens des Vor­ha­ben­trä­gers einen geeig­ne­ten Markt­be­trei­ber zu fin­den. »Hier­zu befin­den wir uns in enger Abstim­mung und ver­su­chen von bezirk­li­cher Sei­te zu unter­stüt­zen, soweit es uns mög­li­ch ist«, so der Stadt­rat wei­ter.

Nobis gGmbH und DRK Müg­gel­spree hel­fen aus?

Mit der Schlie­ßung des ein­zi­gen Super­mark­tes sind die etwa 6.000 Ein­woh­ner im Karls­horster Prin­zen­vier­tel bis zur Fer­tig­stel­lung die­ses Vor­ha­bens – vor­aus­sicht­li­ch nicht vor Ende 2016 – prak­ti­sch von der Grund­ver­sor­gung mit Lebens­mit­teln abge­schnit­ten. Ins­be­son­de­re für kran­ke und älte­re Men­schen dürf­te die­se Situa­ti­on mit Bli­ck auf wesent­li­ch wei­te­re Wege zu ande­ren Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten zu einem Pro­blem wer­den. Dies sehen offen­bar auch die Ver­ant­wort­li­chen im Lich­ten­ber­ger Rat­haus so. Das Bezirks­amt hat sich recht­zei­tig um eine Inte­rims­lö­sung bemüht. Mit der Nobis gGmbH und dem Deut­schen Roten Kreuz Müg­gel­spree konn­ten zwei Trä­ger gewon­nen wer­den, die für die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner des Prin­zen­vier­tels ab Markt­schlie­ßung einen Lie­fer­dienst mit Waren des täg­li­chen Bedarfs ein­rich­ten wer­den. »Unmit­tel­bar nach Bekannt­wer­den der anste­hen­den Ver­sor­gungs­un­ter­bre­chung haben wir meh­re­re Ein­zel­han­del­s­an­bie­ter kon­tak­tiert und um Unter­stüt­zung bei der Ein­rich­tung eines Lie­fer­diens­tes gebe­ten«, erklär­te Nün­thel (CDU). »Ich freue mich, dass der Bezirks­stadt­rat dabei an unse­ren CAP-Markt in Karls­hor­st gedacht hat, der damit im Bezirk noch bes­ser ver­netzt wird. Wir schaf­fen als Inte­gra­ti­ons­un­ter­neh­men sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Arbeits­plät­ze für Men­schen mit Behin­de­rung und las­sen so Inklu­si­on Wirk­lich­keit wer­den«, beton­te Mari­on Welz, die Geschäfts­füh­re­rin der Nobis gGmbH, die der­zeit u.a. den CAP-Super­markt in der Robert-Sie­wert-Stra­ße 97, 10318 Ber­lin, betreibt.

Lie­fer­ge­büh­ren für Men­schen mit Hil­fe­be­darf ent­fal­len

Der CAP-Lie­fer­ser­vice wird werk­tags von 7 bis 20 Uhr unter der Tele­fon­num­mer (030) 50 01 26 04 zu errei­chen sein. Direk­ter Ansprech­part­ner im CAP-Markt Karls­hor­st ist Tho­mas Ehlert. Für Men­schen mit Hil­fe­be­darf – bei­spiels­wei­se Senio­ren ab 70 Jah­ren – wer­den die Bestel­lun­gen bis zum 30. Juni 2015 ohne Berech­nung von Lie­fer­ge­büh­ren abge­wi­ckelt. Die­se über­nimmt vor­er­st der CAP-Markt. Dann soll die Test­pha­se bewer­tet und dar­über neu ent­schie­den wer­den. Für alle ande­ren Kun­den gel­ten fol­gen­de Lie­fer­ge­büh­ren zuzüg­li­ch der Ein­kaufs­sum­me nach Fili­al­prei­sen: Basis-Lie­fer­pau­scha­le in Höhe von 5 Euro für eine Kis­te in der Grö­ße 40 cm Brei­te / 60 cm Län­ge / 40 cm Höhe und maxi­mal 10 Kilo­gramm. Jede wei­te­re Kis­te in vor­ge­nann­ter Grö­ße wird extra mit 2,50 Euro berech­net. Jede Geträn­ke­kis­te oder 6er-Trä­ger mit Geträn­ken ab 0,50 l pro Ein­zel­fla­sche wird mit zusätz­li­ch 1,00 Euro berech­net und jeder 6er-Trä­ger mit Fla­schen à 0,33 l wer­den mit 0,50 Euro berech­net. Grund­sätz­li­ch wird nur im Umkreis von 5 Kilo­me­tern aus­ge­hend von der Robert-Sie­wert-Stra­ße 97 gelie­fert (also kom­plett in Karls­hor­st). Nähe­re Ein­zel­hei­ten zum Bestell­ab­lauf und zur Bezah­lung bespre­chen Kun­den unter der oben genann­ten Tele­fon­num­mer.

iKa­rus leis­tet tech­ni­sche Unter­stüt­zung

Dar­über hin­aus hat das Bezirks­amt mit dem Stadt­teil­zen­trum iKa­rus ver­ein­bart, dass dort wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten auch Bestel­lun­gen über das Inter­net bei wei­te­ren Ein­zel­han­del­s­an­bie­tern durch­ge­führt wer­den kön­nen. Es gel­ten die Bedin­gun­gen und Prei­se des jewei­li­gen Anbie­ters. Das Ange­bot von iKa­rus rich­tet sich vor allem an Men­schen ohne Com­pu­ter mit Inter­net­zu­gang oder die­je­ni­gen, die dabei eine Unter­stüt­zung wün­schen. Das Stadt­teil­zen­trum leis­tet ledig­li­ch tech­ni­sche Hil­fe­stel­lung bei der Online-Bestel­lung. Nähe­re Infor­ma­tio­nen dazu gibt es vor Ort in der Wand­litz­stra­ße 13, 10318 Ber­lin, oder tele­fo­ni­sch unter Tele­fon (030) 89 62 25 52.

Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/prinzenviertel-ohne-nahversorgung/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 21.04.2015

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