Pressespiegel

Öffentlicher Park privat finanziert

6.500 Qua­drat­me­ter gro­ßer Was­ser­park

Sein Geld setzt der poten­zi­el­le Pri­vat­in­vestor gezielt für den Umwelt­schutz und ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis zwi­schen Men­sch und Natur ein. Der Unter­neh­mer möch­te zusätz­li­ch zum Was­ser­haus, im Süd­os­t­en in Rich­tung Rum­mels­bur­ger See, einen tags­über öffent­li­ch zugäng­li­chen, ter­ras­sen­för­mi­gen Was­ser­gar­ten mit meh­re­ren Becken finan­zie­ren und errich­ten. Dar­an anschlie­ßen soll sich ein Was­ser­park, der Tag und Nacht geöff­net ist und bis zum bestehen­den Rad- und Fuß­weg reicht. Der Naturak­ti­vist beab­sich­tigt, das Gesamt­en­sem­ble, ins­be­son­de­re aber den 6.500 Qua­drat­me­ter gro­ßen Was­ser­park, in enger Abstim­mung mit dem Bezirks­amt und unter Betei­li­gung der Bür­ger zu ver­wirk­li­chen. Des­halb beauf­trag­te er die Archi­tek­ten Mas­ke + Suh­ren und die Land­schafts­ar­chi­tek­ten Hager Part­ner AG gleich zu Beginn mit der Samm­lung von Ide­en und Wün­schen. Nach einer ers­ten Bür­ger­ver­samm­lung am 13. Okto­ber, füll­ten 46 Inter­es­sier­te die online bereit­ge­stell­ten Fra­ge­bö­gen bis zum 20. Okto­ber aus. Die Aus­wer­tung wur­de am Mitt­wo­ch, 11. Novem­ber, wäh­rend einer zwei­ten Zusam­men­kunft im Rat­haus Lich­ten­berg von Land­schafts­ar­chi­tekt Andre­as Kot­lan (Hager Part­ner AG) prä­sen­tiert.

Wün­sche und Ide­en der Bür­ger

Dana­ch wün­schen sich die Rum­mels­bur­ger unter ande­rem natur­na­he Kom­bi-Spiel­ge­rä­te zur För­de­rung der Moto­rik und Geschick­lich­keit für the­men­spe­zi­fi­sche Spiel­plät­ze; einen Spiel­ge­rä­te­ver­leih, Senio­ren-Sport­an­ge­bo­te, eine Toi­let­te, ein gärt­ne­ri­sches Pro­jekt für Jugend­li­che, inter­ak­ti­ve Wech­sel­aus­stel­lun­gen, Sitz- und Lie­ge­mög­lich­kei­ten mit Leh­ne und natür­li­ch eine Wie­se.

Die Mehr­heit der betei­lig­ten Bür­ger stimm­te gegen Grill­flä­chen, für Hun­de­lei­nen­zwang und einen Zugang zum See­ufer mit Ruder­boot­ver­leih. Ver­an­stal­tun­gen in dezen­ter Laut­stär­ke wer­den befür­wor­tet. Auch, wenn der bestehen­de Ufer­weg, der an den Park angrenzt, nicht direkt zum Pro­jekt gehört, gibt es den gro­ßen Wunsch, Rad- und Fuß­weg von­ein­an­der zu tren­nen. Hans Pagel vom Kiez­bei­rat Rum­mels­burg bean­stan­de­te, dass beim Neu­bau der Kynast­stra­ße nicht an die Rad­ler gedacht wur­de und es des­halb zu Inter­es­sens­kon­flik­ten am Ufer­weg kom­me.

Besu­cher sol­len mit S-Bahn kom­men

Anna Mas­ke, Geschäfts­füh­re­rin der Mas­ke + Suh­ren GmbH, beton­te auf Nach­fra­ge, dass im Haus des Was­sers 120 Auto-Park­plät­ze ange­dacht sei­en. Besu­cher sol­len mit der S-Bahn kom­men. »Rei­se­bus­se wol­len wir über­haupt nicht«, so die Unter­neh­me­rin. Ob das bei geschätz­ten jähr­li­chen Besu­cher­zah­len um 500.000 umsetz­bar sein wird, bleibt abzu­war­ten.

Teil des »Quar­tiers an der Mole«

»Die ers­ten kon­kre­ten Ent­wür­fe für die Land­schafts­pla­nung wer­den Mit­te 2016 erwar­tet«, sag­te Wil­fried Nün­thel (CDU), Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung, der sich über das gro­ße Bür­ger­inter­es­se an dem Pro­jekt freu­te. Er unter­strich, dass der Park eine öffent­li­che Grün­an­la­ge wird. Andre­as Kot­lan umriss die nächs­ten Schrit­te dort­hin: eine geson­der­te Betei­li­gung von Kin­dern und Jugend­li­chen bei der Ide­en­fin­dung, die Abstim­mung mit den Betei­li­gungs­ver­fah­ren der angren­zen­den Berei­che und die Klä­rung der grund­stücks­recht­li­chen Aspek­te. Denn: Was­ser-Haus, Was­ser-Gar­ten und Was­ser-Park sind ziem­li­ch kon­kre­te Pro­jekt­ent­wick­lun­gen. Rund 100 neue Arbeits­plät­ze könn­ten hier ent­ste­hen. Das gesam­te noch nicht ent­wi­ckel­te Are­al »Quar­tier an der Mole«, von der Bezirks­gren­ze Lich­ten­bergs im Süd­en bis zur Haupt­stra­ße im Nor­den, von der Kynast­stra­ße im Wes­ten bis zum See, ist Teil des Bebau­ungs­plan­ver­fah­rens XVII-4. Der Auf­stel­lungs­be­schluss dazu wur­de bereits im Mai 1992 gefasst. Die Mehr­heit der Grund­stü­cke und auch das ver­fal­le­ne, ehe­ma­li­ge Pum­pen­haus sind Eigen­tum des Lan­des Ber­lin. Das Gebäu­de könn­te saniert und für klei­ne­re Emp­fän­ge genutzt wer­den. Ledig­li­ch fünf Grund­stü­cke an der Haupt­stra­ße (Haus­num­mern 1, 1F-I) befin­den sich in Pri­vat­ei­gen­tum. (Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.bebauungsplan-ostkreuz.de) Kahn will die Flä­che für das Haus des Was­sers erwer­ben, der Park wird beim Land blei­ben. Den­no­ch hat sich der Unter­neh­mer bereit­er­klärt, nicht nur den Bau der Grün­an­la­ge zu finan­zie­ren, son­dern auch die Pfle­ge für zunächst 20 Jah­re.

Autor: Volkmar Eltzel
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/oeffentlicher-park-privat-finanziert/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 14.11.2015

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