Pressespiegel

Müllberge nerven Anwohner

Nein, es sind Müll­ber­ge. Über­res­te des jeweils vor­an­ge­gan­ge­nen Abends. Über­all im Park. Lee­re Fla­schen, benutz­tes Plas­tik­ge­schirr, Ver­pa­ckun­gen, Ein­weg­grills… Vor allem dort, wo sich den Besu­chern Lie­ge­mög­lich­kei­ten mit Bli­ck auf den See bie­ten, sta­pelt sich der Unrat. Kein schö­ner Anbli­ck. Abge­se­hen davon, dass orga­ni­sche Stof­fe wie Spei­se­ab­fäl­le Unge­zie­fer und Rat­ten anzie­hen. »Nicht jeder nimmt sei­nen Müll wie­der mit nach Hau­se. Zwar ver­su­chen vie­le, die vor­han­de­nen Abfall­be­häl­ter zu benut­zen, aber die­se sind oft zu klein. Dann wird der Müll dane­ben oder in der Nähe plat­ziert«, erklärt Elke Wei­hu­sen vom För­der­ver­ein Ober- & Oran­ke­see e.V. die Situa­ti­on.

CDU-Antrag greift Pro­blem auf

Die Anwoh­ner erle­ben die­se jeden Som­mer, denn Ober- und Oran­ke­see inmit­ten des Hohen­schön­hau­ser Vil­len­vier­tels sind beson­ders an war­men Tagen ein belieb­ter Treff­punkt für Alt und beson­ders Jung. Die Nach­barn sind mehr als genervt. »Trau­rig, lei­der kei­ne Wert­schät­zung bei den Men­schen, wun­der­schö­ne Seen mit­ten in der Stadt zu haben«, schreibt eine ver­är­ger­te Nach­ba­rin auf der Face­book-Sei­te des För­der­ver­eins. »Echt mal, ätzend, und noch schlim­mer: zer­bro­che­ne Fla­schen! Nehmt Euern Scheiß mit!«, eine Ande­re. Ihre Empö­rung über die anhal­ten­de Ver­mül­lung der Park­an­la­gen haben enga­gier­te Anwoh­ner wie­der­holt publik gemacht. Die Lich­ten­ber­ger CDU-Frak­ti­on in der Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung (BVV) hat­te bereits im Früh­jahr die Fra­ge der Sau­ber­keit rund um den Ober- und Oran­ke­see auf­ge­grif­fen und einen ent­spre­chen­den Antrag in der BVV ein­ge­bracht. Dar­in wur­de das Bezirks­amt auf­ge­for­dert zu prü­fen, ob ein Anbrin­gen grö­ße­rer bzw. zusätz­li­cher Müll­be­häl­ter in der Park­an­la­ge mög­li­ch wäre.

Häu­fi­ge­re Lee­rung der Behäl­ter not­wen­dig

Doch nicht nur zusätz­li­che Abfall­be­häl­ter schei­nen am Ober- und Oran­ke­see erfor­der­li­ch, um das Müll-Pro­blem künf­tig in den Griff zu bekom­men. »Auch eine häu­fi­ge­re Lee­rung wäre sinn­voll, aber da scheint es an den Kapa­zi­tä­ten zu schei­tern«, meint Elke Wei­hu­sen. Nach Anwoh­ner­in­for­ma­ti­on wird in der Regel immer mon­tags vor Ort gerei­nigt. Auch Fabi­an Peter, Refe­rent des Bezirks­stadt­ra­tes für Stadt­ent­wick­lung, Wil­fried Nün­thel (CDU), bestä­tigt: »Wenn es sich um Papier­kör­be in einer Grün­an­la­ge han­delt, dann ist das Bezirks­amt zustän­dig; die Lee­rung erfolgt bedarfs­ge­recht, min­des­tens ein­mal wöchent­li­ch.«

Auch WC-Häus­chen und Hun­de­aus­lauf­platz in der Dis­kus­si­on

Seit dem Beschluss der BVV sind nun meh­re­re Wochen ins Land gegan­gen. Am 22. Mai hat­te ein Rund­gang mit Ver­tre­tern des För­der­ver­eins und des bezirk­li­chen Stra­ßen- und Grün­flä­chen­am­tes statt­ge­fun­den. Bei dem Ter­min – bei dem es auch um die Ein­rich­tung eines Toi­let­ten­häus­chens und eines Hun­de­aus­lauf­plat­zes vor Ort ging – war ver­ein­bart wor­den, dass Auf­stell­flä­chen für wei­te­re 10 Müll­be­häl­ter rund um den Ober- und Oran­ke­see benannt wer­den. »Bis­lang lie­gen uns die­se Stand­ort­vor­schlä­ge zur Auf­stel­lung von wei­te­ren Papier­kör­ben durch den För­der­ver­ein noch nicht vor«, erklär­te Fabi­an Peter auf Nach­fra­ge. Die Betrof­fe­nen sind irri­tiert. »Wir haben Fotos und Vor­schlä­ge gemacht«, betont Bir­git Fleisch­hau­er vom För­der­ver­ein. Adres­sat war Con­rad Masi­us vom zustän­di­gen Fach­be­reich Grün­flä­chen­un­ter­hal­tung. Eine Ant­wort sei­tens der Behör­de steht aus. Urlaubs­zeit. Das Pro­blem scheint auf die Zeit nach den Som­mer­fe­ri­en ver­tagt.

Autor: Andrea Scheuring
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/muellberge-nerven-anwohner/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 31.07.2015

Print Friendly, PDF & Email
Zurück zu allen Beiträgen