Pressespiegel

Lärmschutz beim „Public Viewing“

Jeder Antrag wird einer Ein­zel­fall­prü­fung unter­zo­gen, um einer­seits dem Anspruch der Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner auf Lärm­schutz zu ent­spre­chen und ande­rer­seits vie­len Fuß­ball­be­geis­ter­ten die Mög­lich­keit zu geben, gemein­sam an die­sem sport­li­chen Event teil­zu­ha­ben und die Spie­le live zu ver­fol­gen. Sol­che Geneh­mi­gun­gen wer­den zum Schutz der Anwoh­nen­den mit soge­nann­ten Neben­be­stim­mun­gen ver­se­hen, wel­che die Ver­an­stal­ter ein­zu­hal­ten haben. Zugleich kön­nen bei Live-Über­tra­gung von Spie­len, am Abend auch übli­che Ruhe­zei­ten redu­ziert oder auf­ge­ho­ben wer­den bzw. ein zeit­li­ch ver­setz­ter Beginn der Nacht­zeit ver­fügt wer­den. Anträ­ge für Public View­ing im Bezirk Lich­ten­berg kön­nen online gestellt wer­den und soll­ten nun umge­hend, in der Regel aber drei bis vier Wochen vor dem jewei­li­gen Ver­an­stal­tungs­da­tum beim Umwelt- und Natur­schutz­amt Lich­ten­berg ein­ge­hen.

»Bei einem Antrag auf Aus­nah­me­zu­las­sung nach den Ber­li­ner Lärm­schutz­vor­schrif­ten wird das öffent­li­che Inter­es­se, die Nähe zu Wohn­be­bau­un­gen und ande­ren schutz­wür­di­gen Ein­rich­tun­gen wie zum Bei­spiel Kran­ken­häu­ser sowie die Zahl und Auf­ein­an­der­fol­ge von Ver­an­stal­tun­gen eines Ver­an­stal­tungs­or­tes berück­sich­tigt. Dabei wer­den die schutz­wür­di­gen Belan­ge der Anwoh­ner und die Inter­es­sen des Antrag­stel­lers sowie wei­te­rer Betrof­fe­ner abge­wo­gen. Um unge­woll­ten Ärger wegen Ruhe­stö­rung aus dem Wege zu gehen, bit­te ich die Ver­an­stal­ter von öffent­li­chen Fern­seh­dar­bie­tun­gen im Frei­en regen Gebrauch von der Mög­lich­keit einer Aus­nah­me­zu­las­sung zu machen«, erklär­te Wil­fried Nün­thel (CDU), Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung. Hin­ter­grund: Die Bun­des­re­gie­rung hat dem Bun­des­rat am 24. März 2016 den Ent­wurf einer »Ver­ord­nung über den Lärm­schutz bei öffent­li­chen Fern­seh­dar­bie­tun­gen im Frei­en über die Fuß­ball-EM 2016« zuge­lei­tet. Für das Land Ber­lin gel­ten den­no­ch wie bis­her das Lan­des-Immis­si­ons­schutz­ge­setz und die Ver­an­stal­tungs­lärm-Ver­ord­nung für Ver­an­stal­tun­gen im Frei­en.

Autor: Pia Szecki
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/laermschutz-beim-public-viewing/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 02.06.2016

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