Pressespiegel

Kritik an Betriebsschließung

Um auch zukünf­tig wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben, sol­len die grö­ße­ren Coca-Cola Stand­or­te mit mehr Pro­duk­ti­ons­li­ni­en die Geträn­ke­her­stel­lung über­neh­men.« Die Logis­tik am Stand­ort Hohen­schön­hau­sen soll bestehen blei­ben. Von dort soll künf­tig ein Groß­teil der Dis­tri­bu­ti­on für den Groß­raum Ber­lin und Bran­den­burg erfol­gen.

Kri­tik an der Schlie­ßung des seit 1993 bestehen­den Pro­duk­ti­ons­stand­or­tes kam unter­des­sen von der Lin­ken. Evrim Som­mer, die direkt gewähl­te Abge­ord­ne­te im Abge­ord­ne­ten­haus für den Wahl­kreis 1 in Hohen­schön­hau­sen und Mit­glied des Wirt­schafts­aus­schus­ses des Abge­ord­ne­ten­hau­ses, erklär­te: »Wir bedau­ern außer­or­dent­li­ch die Ent­schei­dung der Geschäfts­füh­rung von Coca-Cola den Pro­duk­ti­ons­stand­ort in Hohen­schön­hau­sen zu schlie­ßen. Coca-Cola ist gera­de in die­sem Gebiet einer der wich­tigs­ten, aber auch einer der weni­gen Arbeit­ge­ber. Die Schlie­ßung des Pro­duk­ti­ons­stand­or­tes bzw. des­sen Redu­zie­rung auf einen Logis­tik­stand­ort kos­tet wich­ti­ge und not­wen­di­ge Arbeits­plät­ze und ist nicht etwa durch man­geln­de Qua­li­tät oder ver­al­te­te Pro­duk­ti­ons­me­tho­den bestimmt. Im Gegen­teil ist in den letz­ten Jah­ren viel inves­tiert wor­den, um eine moder­ne Pro­duk­ti­on zu eta­blie­ren. Wir for­dern den Coca-Cola Kon­zern auf, die­se Ent­schei­dung zu über­den­ken, und wir ver­si­chern den Beschäf­tig­ten unse­re unein­ge­schränk­te Soli­da­ri­tät. Dar­über hin­aus soli­da­ri­sie­ren wir uns mit der Gewerk­schaft Nah­rung-Genuss-Gast­stät­ten und unter­stüt­zen sie in ihrer For­de­rung, die Stand­or­te nicht kampf­los auf­zu­ge­ben.«

Ähn­li­ch sieht das auch die CDU im Bezirk. »Für die Ent­wick­lung des Wirt­schafts­stand­or­tes in Hohen­schön­hau­sen ist das ein her­ber Schlag. Ich erwar­te jetzt von Coca-Cola, dass die Umstruk­tu­rie­rung sozi­al­ver­träg­li­ch gestal­tet wird und frei gewor­de­ne Kapa­zi­tä­ten am Stand­ort ander­wei­tig genutzt wer­den«, kom­men­tier­te der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Lich­ten­ber­ger CDU-Kreis­vor­sit­zen­de, Dr. Mar­tin Pät­zold, die Ent­schei­dung des Geträn­ke­kon­zerns. Beson­ders hart tref­fe es 140 Mit­ar­bei­ter, denen nun gekün­digt wer­den soll. Nur 75 Mit­ar­bei­ter sol­len am Stand­ort als Logis­ti­ker über­nom­men wer­den sowie wei­te­re 32 Beschäf­tig­te in der Ver­wal­tung. Hier­zu erklärt der Lan­des­ab­ge­ord­ne­te und Orts­vor­sit­zen­der der CDU Hohen­schön­hau­sen, Dan­ny Frey­mark: »Die betrof­fe­nen Mit­ar­bei­ter wis­sen die CDU und mich an ihrer Sei­te. Es ist gut, dass die Gewerk­schaft NGG und die Coca-Cola-Betriebs­rä­te ange­kün­digt haben, die Stand­or­te nicht kampf­los auf­ge­ben zu wol­len.«

Autor: Pia Szecki
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/23871-2/

Quelle: 88vier | 02.03.2016

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