Pressespiegel

Klein, aber mein

Neue Wohnungen für Singles und Studenten

Leer­stand unter einem Pro­zent

Mikro­woh­nun­gen nennt der Kom­mu­nal­po­li­ti­ker die­se Appar­te­ments. Sie wür­den drin­gend gebraucht, denn im Bezirk, wo die Leer­stand bereits unter einem Pro­zent liegt, fehl­ten ins­be­son­de­re für die­se Bevöl­ke­rungs­grup­pe Ange­bo­te. Auch der aus Lich­ten­berg stam­men­de SPD-Abge­ord­ne­te Ole Kreins hebt das her­vor: »In Ber­lin gibt es bestimm­te Grup­pen, die auf­grund der ange­spann­ten Wohn­la­ge kaum noch ent­spre­chen­den Wohn­raum fin­den. Neben der Unter­brin­gung von sozi­al Benach­tei­lig­ten und Flücht­lin­gen betrifft das auch Stu­die­ren­de. Sie tra­gen zum krea­ti­ven Poten­ti­al der Stadt erheb­lich bei, ver­fü­gen wäh­rend ihrer Aus­bil­dungs­pha­se aber nur über gerin­ge Ein­kom­men. Sie sind daher im beson­de­ren Maße auf güns­ti­gen Wohn­raum ange­wie­sen.«

Woh­nun­gen für Stu­den­ten

Des­halb begrü­ßen bei­de Poli­ti­ker die Vor­ha­ben von Inves­to­ren, die spe­zi­ell Klein­woh­nun­gen bau­en. So sind bei­spiels­wei­se an der Alfred-Jung-Stra­ße 14 mehr als 400 Stu­den­ten-Woh­nun­gen (zwi­schen 20 und 39 Qua­drat­me­ter) vor­ge­se­hen, wei­te­re knapp 300 an der Franz-Jacob-/Storkower Stra­ße. Auch an der Alfred-Jung-Stra­ße 12, am Stand­ort einer frü­he­ren Kon­sum-Kauf­hal­le, sind Klein­woh­nun­gen geplant. Bei etli­chen Anwoh­nern ist das aller­dings umstrit­ten, sie befürch­ten durch den Zuzug von vie­len jun­gen Leu­ten Unru­he und Lärm im Wohn­ge­biet.

Hoch­haus an Lich­ten­ber­ger Brü­cke

Gleich ein gan­zes Hoch­haus mit rund 500 klei­nen und kleins­ten Woh­nun­gen soll an der Lich­ten­ber­ger Brü­cke zwi­schen Bahn­hof Lich­ten­berg und Bun­des­stra­ße (B) 1/5 ent­ste­hen. »Q 218 Tower« haben die aus dem Wes­ter­wald stam­men­den Inves­to­ren Arndt Ulrich und Lutz Lakom­ski das Pro­jekt genannt. Über ent­spre­chen­de Erfah­run­gen ver­fü­gen sie. Schließ­lich haben sie schon vor vier Jah­ren ein dane­ben ste­hen­des ehe­ma­li­ges Indus­trie­ge­bäu­de, das lan­ge Zeit leer stand, revi­ta­li­siert. Die Groß­buch­sta­ben »Q 216« an der wei­ßen Fas­sa­de (die Zahl ent­spricht der Haus­num­mer an der Frank­fur­ter Allee) sind schon von weit­her zu sehen. Die 440 Appar­te­ments (zwi­schen 25 und 35 Qua­drat­me­ter) sind begehrt, weil die Mie­ten dort mit zwi­schen 300 und 350 Euro warm ver­gleichs­wei­se güns­tig sind. Aller­dings nicht, wenn man die Prei­se je Qua­drat­me­ter betrach­tet. Die­se lie­gen laut Nün­t­hel in allen neu­en Sin­gle-Woh­nun­gen zwi­schen 10 und 12 Euro brut­to­kalt. »Bei sol­chen Pro­jek­ten haben die Inves­to­ren einen grö­ße­ren tech­ni­schen Erschlie­ßungs­auf­wand als bei grö­ße­ren Woh­nun­gen«, erklärt er. So wür­den bei­spiels­wei­se in die­sen Gebäu­den mehr Bäder und Küchen gebraucht, das ver­teu­re die Bau­kos­ten.

Ver­hand­lun­gen über die Höhe

Nicht die Kos­ten aber sind es, war­um das Hoch­haus noch nicht im Bau ist. »Der­zeit gibt es noch Ver­hand­lun­gen über die Höhe«, sagt Nün­t­hel. Die Inves­to­ren ten­dier­ten zu 30 Eta­gen, dafür gebe es aber kein Vor­bild in Lich­ten­berg. Die höchs­ten Häu­ser in der Umge­bung haben 23 Eta­gen. Eine ähn­li­che oder nied­ri­ge­re Höhe prä­fe­riert das Bezirks­amt, denn dann müss­te kein lang­wie­ri­ges Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet wer­den. Es könn­te nach dem Para­gra­fen 34 des Bau­ge­setz­bu­ches (Anpas­sung an die Umge­bung) gebaut wer­den. »Sobald die­se Fra­ge gelöst ist, könn­te im nächs­ten Jahr der Bau­start erfol­gen«, sagt Nün­t­hel.

Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/klein-aber-mein/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 16.02.2016

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