Pressespiegel

Keine Verdichtung der Innenhöfe

Das Unter­neh­men hat eine Mach­bar­keits­stu­die in Auf­trag gege­ben, wonach ins­ge­samt 200 Woh­nun­gen, ver­teilt auf acht Stadt­vil­len mit je drei Geschos­sen plus Staf­fel­ge­schoss und vier Wohn­zei­len, sowie eine inte­grier­te Kita ent­ste­hen sol­len. Infol­ge des Vor­ha­bens müss­ten 88 Bäu­me gefällt wer­den, davon 47 mit einem Kro­nen­durch­mes­ser von über 6 Metern sowie 41 klei­ne­ren Bäu­men. Das Bezirks­amt hat dazu in sei­ner Sit­zung am 16. August bera­ten und ent­schie­den, die­ses Vor­ha­ben nicht zu befür­wor­ten. Die ent­spre­chen­de Pro­to­koll­no­tiz wur­de in der heu­ti­gen Bezirks­amts­sit­zung am 23. August bestä­tigt: »Das Bezirks­amt ver­stän­digt sich auf Vor­schlag des Bezirks­stadt­ra­tes für Stadt­ent­wick­lung dar­auf, für das Gebiet einen Bebau­ungs­plan zu erstel­len, um die Frei­räu­me zu sichern und das Maß der Bebau­ung zu beschrän­ken.«

»Die Her­aus­for­de­run­gen einer wach­sen­den Stadt kön­nen wir nur im Schul­ter­schluss mit den Men­schen bewäl­ti­gen, die seit vie­len Jah­ren zufrie­den und glück­li­ch in ihren Kie­zen leben. Ihre Wohn­qua­li­tät zu ver­schlech­tern, um neu­en Wohn­raum zu schaf­fen kann und darf nicht die Lösung der Woh­nungs­bau­po­li­tik sein«, erklärt der zustän­di­ge Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung, Wil­fried Nün­thel (CDU). »Wenn wir anfan­gen, bis­lang uner­schlos­se­ne Innen­hö­fe von Wohn­quar­tie­ren zu bebau­en, dann ver­lie­ren wir zu Recht das Ver­trau­en der Men­schen. Die­sen Weg bin ich nicht bereit mit­zu­ge­hen. Wir haben in den zurück­lie­gen­den fünf Jah­ren eine Bereichs­ent­wick­lungs­pla­nung Woh­nen erar­bei­tet und breit dis­ku­tiert. Dar­in wer­den Bau­po­ten­tia­le für min­des­tens 12.000 Woh­nun­gen in Lich­ten­berg aus­ge­wie­sen, an geeig­ne­ten Flä­chen man­gelt es also nicht. Den­no­ch erle­ben wir ein erhöh­tes Inves­to­ren­in­ter­es­se für Flä­chen von Klein­gar­ten­an­la­gen und jüngst auch ver­mehrt für die Innen­hö­fe von Wohn­an­la­gen. Mei­ne zahl­rei­chen Bür­ger­ge­sprä­che in den letz­ten Mona­ten haben mich in der Über­zeu­gung bestärkt, die­se Ent­wick­lung in geord­ne­te Bah­nen zu len­ken. Als ein geeig­ne­tes Mit­tel zur Siche­rung von Innen­hö­fen sehe ich Bebau­ungs­plä­ne, abge­lei­tet aus einer bezirks­wei­ten Pla­nung.«

Autor: Pia Szecki
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/ilsestrasse-keine-bebauung-von-bislang-unerschlossenen-innenhoefen/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 23.08.2016

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