Pressespiegel

Feldhasenjunge: Anfassen verboten!

Denn Feld­ha­sen-Müt­ter legen Ihre Jung­tie­re von­ein­an­der ent­fernt ein­zeln ab und besu­chen die­se nur zwei­mal am Tag zum Säu­gen. In der rest­li­chen Zeit ist der Nach­wuchs auf sich allein gestellt und durch sein regungs­lo­ses Ver­har­ren und sei­nen noch nicht vor­han­de­nen Eigen­ge­ruch bes­tens vor Fress­fein­den geschützt. »Die­se Situa­ti­on wird häu­fig miss­ver­stan­den«, sagt der Lich­ten­ber­ger Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung, Wil­fried Nün­thel (CDU) aus aktu­el­lem Anlass und warnt zugleich: »In guter Absicht neh­men eini­ge die Feld­ha­sen­jung­tie­re dann zur Pfle­ge mit nach Hau­se. Doch allein das Anfas­sen eines Jun­ges hat ver­hee­ren­de Aus­wir­kun­gen in Bezug auf sei­ne Über­le­bens­chan­ce. Sobald ein Feld­ha­sen­jung­tier auch nur kurz von einem Men­schen ange­fasst wird, nimmt es des­sen Geruch auf und wird von sei­ner Mut­ter nicht mehr ange­nom­men. Dies führt zwangs­läu­fig zum Tod durch Ver­hun­gern.« Zudem sind Feld­ha­sen revier­treue Tie­re, die sich an ihren ange­stamm­ten Lebens­raum gewöhnt haben und mit einen plötz­li­chen Orts­wech­sel dem­entspre­chend schwer umge­hen kön­nen. Um sol­che und wei­te­re für die Wild­tie­re schäd­li­che Situa­tio­nen zu ver­hin­dern, ver­bie­tet das Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz wild leben­de Tie­re zu fan­gen und mut­wil­lig zu beun­ru­hi­gen. Wer also ein schein­bar ver­wais­tes Jung­tier fin­den soll­te, kann davon aus­ge­hen, dass das Mut­ter­tier sich in unmit­tel­ba­ren Nähe befin­det und sich um ihr Jun­ges küm­mert.

Autor: Pia Szecki
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/anfassen-verboten/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 26.03.2016

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