Pressespiegel

Einweihung neuer Waldbereiche

Das Umwelt­bü­ro Lich­ten­berg ver­an­stal­tet zusam­men mit der Abtei­lung Stadt­ent­wick­lung des Bezir­kes und den Grund­schul­kin­dern eine Schatz­su­che in der War­ten­ber­ger Feld­mark. Alle inter­es­sier­ten Bürger/innen sind dazu von 9 bis 11 Uhr herz­li­ch ein­ge­la­den. Treff­punkt ist die War­ten­ber­ger Feld­mark, Ein­gang Japa­ni­sches Tor am Hage­nower Ring, 13059 Ber­lin. »In naher Zukunft soll der Land­schafts­park War­ten­berg als Land­schafts­schutz­ge­biet aus­ge­wie­sen wer­den. Die Wald­be­rei­che ste­hen als ›Feld­hölz‹ und damit als ›Geschütz­tes Bio­top‹ unter dem beson­de­ren Schutz des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes«, erklär­te der Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung, Wil­fried Nün­thel (CDU). »Für die Ent­wick­lung des Land­schafts­parks War­ten­berg stell­te die Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung und Umwelt dem Bezirk Lich­ten­berg Aus­gleichs- und Ersatz­mit­tel aus gesamt­städ­ti­schen Vor­ha­ben in Höhe von etwa 4 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung.«

Hin­ter­grund: Die Ent­wick­lung der War­ten­ber­ger Feld­mark zum Land­schafts­park begann in den 1990er Jah­ren. Die damals über 200 Hekt­ar gro­ße Acker­flä­che soll­te zur Erho­lungs­land­schaft für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Neu-Hohen­schön­hau­sens umge­stal­tet wer­den, da zu die­sem Zeit­punkt ein erheb­li­ches Defi­zit an Grün- und Frei­flä­chen bestand. Bereits Mit­te der 90er Jah­re began­nen die ers­ten klein­tei­li­gen Maß­nah­men, die mit Hil­fe finan­zi­el­ler Mit­tel aus dem Agrar­struk­tur­fond der Euro­päi­schen Uni­on geför­dert wur­den. Im Jahr 2000 folg­te ein land­schafts­pla­ne­ri­scher Ide­en- und Rea­li­sie­rungs­wett­be­werb, zu dem die Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung und Umwelt Ber­lin gemein­sam mit dem Bezirks­amt Lich­ten­berg auf­ge­ru­fen hat­te. 55 Pla­nungs­bü­ros betei­lig­ten sich. Der Sie­ger­ent­wurf sah die Ent­wick­lung von Wald­frak­ta­len auf den Acker­flä­chen vor. Der etwa 15 Hekt­ar gro­ße und schon bestehen­de »Zukunfts­wald 2000« des Ver­eins Natur­schutz Mal­chow konn­te so um wei­te­re 40 Hekt­ar erwei­tert wer­den. Die Pla­nung und Bepflan­zung die­ser Flä­che über­nahm die Ber­li­ner Fors­ten.

Die Maß­nah­men began­nen im Jahr 2004, mehr als 155.000 Bäu­me wur­den gepflanzt. Um eine opti­ma­le Ent­wick­lung des Baum­be­stan­des zu gewähr­leis­ten, wur­den stand­ort­an­ge­pass­te Baum­ar­ten wie Stie­lei­chen, Hain­bu­chen, Gemei­ne Eschen, Bir­ken und Zit­ter­pap­peln gepflanzt. Bis zum Herbst 2015 waren die Wald­be­rei­che durch Wild­schutz­zäu­ne geschützt, um Reh­wild fern­zu­hal­ten. Trotz der Ein­zäu­nung konn­ten die zahl­rei­chen Besucher/innen der War­ten­ber­ger Feld­mark die Ent­wick­lung der Wald­be­rei­che beob­ach­ten. Inzwi­schen prä­gen die sechs bis acht Meter hohen Bäu­me das Land­schafts­bild. Lich­ten­berg hat somit eine Erho­lungs­land­schaft bekom­men, die nicht nur für sei­ne mensch­li­chen Bewohner/innen von hohem Inter­es­se ist. Auch für den Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt stellt die Ent­wick­lung der Flä­chen einen wich­ti­gen Bei­trag dar. Orni­tho­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen aus den Vor­jah­ren zei­gen einen deut­li­chen Anstieg der Brut­vo­gel­ar­ten. Auch für das Stadt­kli­ma haben die neu ange­leg­ten Wald­frak­ta­le eine beson­de­re Bedeu­tung. Die hier ent­ste­hen­de Kalt­luft sorgt vor allem in über­durch­schnitt­li­ch hei­ßen Som­mern für Abküh­lung.

Autor: Pia Szecki
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/einweihung-neuer-waldbereiche-fuer-die-feldmark/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 08.07.2016

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