Pressespiegel

Einkaufen, ohne Schwer zutrage

Karlsorst: Lieferung frei Haus für Senioren über 70 und Menschen mit Hilfsbedarf

»Der Eigen­tü­mer will das Gebäu­de abrei­ßen und hat einen Bau­an­trag gestellt, der eine Kom­bi­na­ti­on aus Woh­nen mit klein­flä­chi­gem Ein­zel­han­del vor­sieht«, weiß Bau­stadt­rat Wil­fried Nün­thel. Der Neu­bau wird vor­aus­sicht­li­ch nicht vor ende 2016 fer­tig sein. Bis dahin haben die rund 6.000 Ein­woh­ner des Karls­horster Prin­zen­vier­tel kein Lebens­mit­tel­ge­schäft in Lauf­nä­he. »Unmit­tel­bar nach Bekannt­wer­den der anste­hen­den Ver­sor­gungs­un­ter­bre­chung im Prin­zen­vier­tel haben wir meh­re­re Ein­zel­han­del­s­an­bie­ter kon­tak­tiert und dar­um gebe­ten, einen Lie­fer­dienst ein­zu­rich­ten. Ich bin dank­bar, dass die Nobis gGmbH und das DRK Müg­gel­spree sofort ihre Bereit­schaft dazu erklärt haben«, so Wil­fried Nün­thel.

»Ich freue mich beson­ders, dass der Bezirks­stadt­rat Wil­fried Nün­thel an unse­ren CAP-Markt in Karls­hor­st gedacht hat, der damit im Bezirk noch bes­ser ver­netzt wird«, sagt Mari­on Welz, Geschäfts­füh­re­rin der Nobis gGmbh. Das Unter­neh­men hat bereits Erfah­rung auf die­sem Gebiet und betreibt unter ande­rem den CAP-Super­markt in der Robert-Sie­wert-Stra­ße 97. Für Men­schen mit Hilf­be­darf wie Senio­ren, die 70 Jah­re oder älter sind, über­nimmt der CAP-Markt die Lie­fer­ge­büh­ren vor­er­st bis zum 30. Juni die­sen Jah­res. Dann wird die Test­pha­se bewer­tet und neu ent­schie­den.

Für alle ande­ren Kun­den gel­ten fol­gen­de Gebüh­ren zuzüg­li­ch der Einkaus­sum­me nach Fili­al­prei­sen: Das Lie­fern einer 40 Zen­ti­me­ter brei­ten Kis­te mit 60 Zen­ti­me­tern Län­ge und 40 Zen­ti­me­tern Höhe, die nicht schwe­rer als zehn Kilo­gramm sein darf, kos­tet fünf Euro. Jede wei­te­re Kis­te in gen­n­an­ter Grö­ße kos­tet 2,50 Euro extra. Geträn­ke­kis­ten oder Sech­ser-Trä­ger mit Geträn­ken ab einem hal­ben Liter pro Ein­zel­fla­sche wer­den mit einem Euro zusätz­li­ch berech­net. Für jeden Sech­ser-Trä­ger mit Fla­schen a 0,33 Liter müs­sen Kun­den ünf­zig Cent berap­pen. Grund­sätz­li­ch wird nur im Umkreis von fünf Kilo­me­tern gelie­fert – aus­ge­hend von der Robert-Sie­wert-Stra­ße 97. Das heißt in ganz Karls­hor­st.

Men­schen mit Hilfs­be­darf kön­nen wahl­wei­se auch im CAP-Markt­ein­kau­fen – alle zehn Minu­ten fährt ab Bahn­hof Karls­hor­st ein Bus dort­hin – und sich die Waren anschlie­ßend lie­fern las­sen. Nähe­re Ein­zel­hei­ten zum Bestell­ab­lauf und zur Bezah­lung bespre­chen Kun­den bit­te per­sön­li­ch mit Beschäf­tig­ten des CAP-Lie­fer­ser­vice. Die­se sind werk­tags von sie­ben bis 20 Uhr unter der fol­gen­den Tele­fon­num­mer erreichbar:030/50012604. Der direk­te Ansprech­part­ner im Karls­horster CAP-Markt ist Tho­mas Ehlert.

Bau­stadt­rat Wil­fried Nün­thel erklärt: »Hin­sicht­li­ch der Neu­be­bau­ung set­zen wir uns gegen­über dem Vor­ha­ben­trä­ger mit Nach­druck dafür ein, dass am Stand­ort mög­lichst schnell wie­der ein Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del eröff­nen kann. Zwar kön­nen wir dies über Bau­recht nicht erzwin­gen, aber die bis­he­ri­gen Gesprä­che stim­men mich zuver­sicht­li­ch und auch der bereits ein­ge­gan­ge­ne Bau­an­trag sieht eine Ein­zel­han­dels­flä­che vor.«

Dar­über hin­aus hat das Bezirks­amt mit dem Stadt­teil­zen­trum Ika­rus ver­ein­bart, dass dort wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten auch Bestel­lun­gen über das Inter­net bei wei­te­ren Ein­zel­han­del­s­an­bie­tern durch­ge­führt wer­den kön­nen.

Die­se Ange­bot rich­tet sich vor allem an Men­schen ohne Com­pu­ter oder einen Inter­net­zu­gang sowie jene, die dabei Hil­fe benö­ti­gen.

Nähe­re Info­ra­tio­nen gibt es in der Wand­litz­stra­ße 13 oder auch tele­fo­ni­sch unter der fol­gen­den Ruf­num­mer: 89 62 25 52.

Verweis: rn.abendblatt-berlin.de/fileadmin/pdf_archiv_rn/2015/RN_Li_05.2015.pdf

Quelle: Lichtenberger Rathausnachrichten | 02.05.2015

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