Pressespiegel

Das war es noch nicht ganz

Die Kids löcher­ten die Poli­ti­ker mit Fra­gen, tru­gen ihre Wün­sche und For­de­run­gen vor, wie bei­spiels­wei­se mehr Tem­po 30-Zonen, klei­ne­re Ein­tritts­prei­se für Kinos und Schwimm­hal­len, aber auch här­te­re Stra­fen für Geset­zes­ver­stö­ße.

Dank den Ret­tern
Bezirks­bür­ger­meis­te­rin Bir­git Mon­tei­ro (SPD) dank­te zu Beginn der regu­lä­ren BVV dem Bür­ger Tho­mas Kind­ler per­sön­lich, im Namen des Bezirks­am­tes, für sei­nen beson­de­ren Ein­satz. Am 18. Janu­ar hat­te er zusam­men mit Oli­ver Fors­ter auf dem teil­wei­se zuge­fro­re­nen Mal­chow­er See den acht­jäh­ri­gen Lucas geret­tet, der dort ins Eis ein­ge­bro­chen war und zu ertrin­ken droh­te.

Im Bericht des Bezirks­am­tes infor­mier­te Bir­git Mon­tei­ro u.a. über den nied­rigs­ten Stand der Arbeits­lo­sig­keit im Bezirk seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung. Dem­nach liegt die Arbeits­lo­sen­quo­te per 30. Juni bei 8,2 Pro­zent und bei Jugend­li­chen im Alter unter 25 Jah­ren bei 7,9 Pro­zent (LiMa+ berich­te­te)

Der­zeit, so Mon­tei­ro, sei­en 5.698 geflüch­te­te Men­schen in Lich­ten­berg unter­ge­bracht. Spä­tes­tens bis Mit­te Okto­ber sol­len die soge­nann­ten Tem­po­ho­mes u.a. in der Wol­len­ber­ger- und der Hohen­schön­hau­ser Stra­ße bezugs­fer­tig sein, damit anschlie­ßend die drei bewohn­ten Turn­hal­len im Bezirk wie­der frei­ge­zo­gen wer­den kön­nen.

Neu­es Muse­um
Das Dai­mon-Muse­um wur­de am 13. Juli im Schloss ‪‎Hohen­schön­hau­sen an der Haupt­stra­ße eröff­net. Der Erfin­der und Grün­der des Bat­te­rie­her­stel­lers, Paul Schmitt, hat­te von hier aus das bekann­te Unter­neh­men auf­ge­baut. Die Bür­ger­meis­te­rin dank­te dem För­der­ver­ein des Schlos­ses sowie allen Betei­lig­ten und reg­te an, den Unter­neh­mer­geist von Schmitt im Bezirk leben­dig zu hal­ten.

Bus zum Job­cen­ter
Auf eine ent­spre­chen­de münd­li­che Anfra­ge teil­te Wil­fried Nün­t­hel (CDU), Stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung, mit, dass die BVG der­zeit meh­re­re Mög­lich­kei­ten prü­fe, das Job­cen­ter in der Got­lin­de­stra­ße bes­ser erreich­bar zu machen. So wer­de dar­über nach­ge­dacht, den 240er Bus über die Rusche- und die Josef-Orlopp-Stra­ße zu lei­ten. »Ich hof­fe, dass das mit dem Fahr­plan­wech­sel Mit­te Dezem­ber die­ses Jah­res wirk­sam wird«, sag­te der Stadt­rat. Ein Ter­min sei aber bis­her noch unbe­kannt.

Gesprächs­be­darf mit Howo­ge
Wäh­rend der Ein­woh­ner­fra­ge­stun­de beklag­ten sich Mit­glie­der der Bür­ger­initia­ti­ve Paul-Zobel-Stra­ße über die Plä­ne der Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Howo­ge, auf dem Innen­hof wei­te­re Häu­ser zu errich­ten und for­der­ten eine Ver­öf­fent­li­chung des Kauf­ver­tra­ges vom Lie­gen­schafts­fonds.
Eine Ver­öf­fent­li­chung kön­ne man nicht erzwin­gen, ant­wor­te­te der Stadt­rat Wil­fried Nün­t­hel. Bezüg­lich der Anre­gung der Initia­ti­ve, ein Gespräch mit der Howo­ge über die Sor­gen der Bewoh­ner zu füh­ren, sag­ten Bir­gitt Mon­tei­ro und Wil­fried Nün­t­hel vor­sorg­lich ihre Teil­nah­me zu. »Bis­her reagier­te die Howo­ge jedoch nicht auf unse­re E-Mails«, sag­te der Spre­cher der Initia­ti­ve, Bert Kuhn. Das The­ma soll im Aus­schuss für Öko­lo­gi­sche Stadt­ent­wick­lung wei­ter dis­ku­tiert wer­den.

Mehr­be­darf für 2016
Die BVV nahm zur Kennt­nis, dass das Bezirks­amt am 5. Juli »aktu­el­le Mehr­be­dar­fe« für 2016 zur Finan­zie­rung fol­gen­der Pro­jek­te in Höhe von ins­ge­samt 700.000 Euro beschlos­sen hat­te:
Aus­tausch von Boden­be­lä­gen am Büro­dienst­ge­bäu­de­stand­ort Alt Fried­richs­fel­de 60; Mehr­be­dar­fe im Tief­bau- und in der Grün­flä­chen­un­ter­hal­tung; Anmie­tung öffent­li­cher Toi­let­ten; Mehr­be­dar­fe in der Hoch­bau­un­ter­hal­tung, u.a. für die Sanie­rung der Ein­gangs­to­re am Zen­tral­fried­hof und für einen Denk­ort Gärt­ner­stra­ße; Beschaf­fun­gen von Spiel- und Beschäf­ti­gungs­ma­te­ri­al für die Hor­te an den bezirk­li­chen Schu­len; Überarbeitung/Ersatzbeschaffung im Nawi-Raum der 11K01; ein Ball­fang­netz an der Are­na Hans Zosch­ke; Aus­gleich von Kos­ten­stei­ge­run­gen in der Bewei­dung der Ufer am Geh­ren­see.

Ergän­zungs­haus­halt für 2017
Am 12. Juli beschloss das Bezirks­amt den Ergän­zungs­haus­halt für 2017 in Höhe von zusätz­lich sie­ben Mil­lio­nen Euro. Das Geld soll für den wei­te­ren Aus­bau der Infra­struk­tur in Schu­len sowie für Grün­flä­chen und Spiel­plät­ze ver­wen­det wer­den. So ist knapp eine Mil­li­on Euro zur Vor­be­rei­tung des Schu­lum- und Neu­baus in der Paul-Juni­us sowie in der War­ti­ner Stra­ße ein­ge­plant. Eine wei­te­re Mil­li­on soll in die bau­li­che Erhal­tung aller Lich­ten­ber­ger Schu­len inves­tiert wer­den. 300.000 Euro sind für zusätz­li­che Lehr- und Lern­mit­tel sowie für Spiel­zeug in den Schul­hor­ten vor­ge­se­hen. Für die Sanie­rung der Sport­hal­le am Anton-Saef­kow-Platz sind 1,65 Mil­lio­nen Euro reser­viert und für die Grün­flä­chen­er­hal­tung im Bezirk 500.000 Euro. Eine zusätz­li­che Mil­li­on soll für die Rea­li­sie­rung von Maß­nah­men vor­ge­hal­ten wer­den, die aus dem noch zu erstel­len­den Kon­zept »Lich­ten­berg wächst« fol­gen. Mit wei­te­ren 100.000 Euro will das Bezirks­amt jun­ge Fami­li­en för­dern und mit zusätz­li­chen 300.000 Euro die gene­ra­ti­ons­über­grei­fen­de Fami­li­en­freund­lich­keit in Lich­ten­berg finan­zie­ren.
Zur Haus­halts­po­li­tik des Bezirks­am­tes, ins­be­son­de­re über die Ver­wen­dung der finan­zi­el­len Über­schüs­se, die für 2016 in Höhe von sechs Mil­lio­nen Euro pro­gnos­ti­ziert wur­den, ent­brann­te eine Grund­satz­dis­kus­si­on in der BVV . Wäh­rend Die Lin­ken mehr Mit­tel u.a. für Sanie­rungs- und Reno­vie­rungs­ar­bei­ten in der öffent­li­chen Infra­struk­tur for­der­ten, mahn­ten die Frak­tio­nen von CDU und SPD soli­des Haus­hal­ten an. »Wir kön­nen nur Geld aus­ge­ben, das wir zuvor erwirt­schaf­tet haben«, erklär­te auch die Bür­ger­meis­te­rin. Ein Antrag der Frak­ti­on der Lin­ken für Mehr­aus­ga­ben wur­de mehr­heit­lich abge­lehnt.

S75 soll blei­ben wie sie ist
Ange­nom­men wur­de hin­ge­gen u.a. eine dring­li­che Beschluss­emp­feh­lung der Grü­nen zur Anfer­ti­gung einer Stu­die im Zuge der Sanie­rung der Dorf­stra­ße Mal­chow. Hier befürch­ten Anwoh­ner die unwie­der­bring­li­che Zer­stö­rung eines Moo­res durch eine geplan­te, tem­po­rä­re Bau­stra­ße.

Auch eine Beschluss­emp­feh­lung der CDU zur Schaf­fung eines Stand­or­tes des Wis­sens am Mal­chow­er Weg pas­sier­te das Bezirks­par­la­ment mit mehr­heit­li­cher Zustim­mung.

Auf Antrag der CDU fass­te die BVV den Beschluss, das Bezirks­amt auf­zu­for­dern, sich beim Senat für die Bei­be­hal­tung der S75 von War­ten­berg bis West­kreuz ein­zu­set­zen. Durch den Aus­bau der Signal­tech­nik und aus­rei­chend Tras­sen soll gewähr­leis­tet wer­den, dass »min­des­tens alle 20 Minu­ten S-Bah­nen aus/nach War­ten­berg, Ahrens­fel­de, Straus­berg Nord, Erkner und Schönefeld/BBI die Stadt­bahn befah­ren kön­nen.«

Die 59. und letz­te Sit­zung der Lich­ten­ber­ger BVV – vor den Wah­len zum Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus und zu den Bezirks­par­la­men­ten – ist für Don­ners­tag, 15. Sep­tem­ber geplant. Dann auch wie­der ab 17 Uhr im Live­stream: http://lichtenberg.demokratielive.org.

Autor: Volkmar Eltzel
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/bvv-58-in-max-taut-aula/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 18.07.2016

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