Pressespiegel

»Bezirk war immer kooperativ«

In Mar­zahn-Hel­lers­dorf wird begrüßt, dass die ursprüng­lich im Bezirk geplan­te Anzahl an Unter­künf­ten ver­rin­gert wur­de, die Bau­ten wer­den gleich­mä­ßi­ger ver­teilt. Die Errich­tung von zwei neben­ein­an­der lie­gen­den Unter­künf­ten sowie die Nut­zung von Flä­chen, die für Schul­bau­ten vor­ge­se­hen sind, konn­te ver­mie­den wer­den.

Anwoh­ner­in­ter­es­sen berück­sich­ti­gen

Ins­ge­samt soll es nun sie­ben neue Stand­or­te für Modu­la­re Unter­künf­te (MUF) und Con­tai­ner in Mar­zahn-Hel­lers­dorf geben. Für die Bebau­ung mit Con­tai­nern wur­den laut der Mit­tei­lung zwei Grund­stü­cke aus­ge­wählt (Alt-Bies­dorf 30 und Zos­se­ner Stra­ße 138), die Auf­stel­lung soll im Juni erfol­gen. Für MUF, die spä­ter unter ande­rem ande­rem als Stu­den­ten­un­ter­kunft die­nen kön­nen und etwa 50 Jah­re lang hal­ten kön­nen, wur­den fünf Stand­or­te bestimmt. In der Wit­ten­ber­ger Stra­ße 16 haben Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten begon­nen, in der Mär­ki­schen Allee/Martha-Ahrendsee-Straße star­tet der Bau in den nächs­ten Wochen und soll Ende 2016 been­det sein. Ohne Bau­be­ginn wur­den benannt: Rudolf-Leon­hard-Stra­ße 13, Buc­kower Ring 54/56 und Albert-Kuntz-Stra­ße neben 41. Der Bezirk habe sich im ver­gan­ge­nen Jahr auf Grund der Not­wen­dig­keit Flücht­lin­ge unter­zu­brin­gen immer kon­struk­tiv ver­hal­ten und als ein­zi­ger Bezirk 2 Stand­or­te für MUF´s und für den Win­ter auch Turn­hal­len­stand­or­te für eine Bele­gung benannt, wird in der Mel­dung betont. Mit den jet­zi­gen Vor­schlä­gen des Bezirks­amts erwar­te der Bezirk Mar­zahn-Hel­lers­dorf, dass damit die Debat­te um wei­te­re Stand­or­te im Bezirk been­det ist. Bezirks­bür­ger­meis­ter Ste­fan Komoß (SPD): »Wir wer­den uns wei­ter­hin dafür ein­set­zen, dass der Bau der Unter­künf­te mit dem Bezirk abge­stimmt wird und die Unter­künf­te in die Umge­bung ein­ge­passt wer­den. Dabei müs­sen Anwoh­ner­in­ter­es­sen berück­sich­tigt wer­den.«

Wei­ter­hin Kri­tik aus Hohen­schön­hau­sen

In Hohen­schön­hau­sen sind laut dem aus dem Stadt­teil kom­men­den CDU-Abge­ord­ne­ten Dan­ny Frey­mark nach den Senats­plä­nen fol­gen­de Grund­stü­cke für Flücht­lings­un­ter­künf­te vor­ge­se­hen: Am Brei­ten Luch 3, War­ten­ber­ger Stra­ße 120, Hage­nower Ring nörd­lich 16–22, See­hau­se­ner Stra­ße 33–39, Kon­rad-Wolf-Stra­ße 33–37 (Modu­la­re Unter­künf­te) sowie Dar­ßer Stra­ße 101 und Wol­len­ber­ger Stra­ße 1 (Con­tai­ner­dorf). Für Frey­mark stellt der aktu­el­le Kom­pro­miss im Senat zu einer gleich­mä­ßi­ge­ren Las­ten­ver­tei­lung über alle Bezir­ke hin­weg zwar einen Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung dar, er hält ihn aber für sei­nen Stadt­teil immer noch für nicht aus­rei­chend: »Von den ins­ge­samt neun Stand­or­ten im Bezirk Lich­ten­berg kon­zen­trie­ren sich allein sie­ben in Hohen­schön­hau­sen. Eine mög­li­che Über­for­de­rung des Kiezes mit Blick auf sei­ne Inte­gra­ti­ons­kraft bleibt wei­ter zu dis­ku­tie­ren.« Das Bezirks­amt müs­se nun prü­fen, ob die zur Debat­te ste­hen­den Flä­chen­po­ten­zia­le bereits für den Bau von Schu­len, Kin­der­ta­ges­stät­ten und Woh­nun­gen vor­ge­hal­ten wur­den. Gege­be­nen­falls müss­ten für die Flücht­lings­un­ter­künf­te alter­na­ti­ve Stand­or­te im Bezirk aus­ge­wählt wer­den. Im Kom­pro­miss vom Mon­tag wer­de den Bezir­ken ein Mit­spra­che­recht ein­ge­räumt, die vom Senat vor­ge­schla­ge­nen Grund­stü­cke könn­ten auch gegen geeig­ne­te Alter­na­tiv­stand­or­te getauscht wer­den, so der Abge­ord­ne­te.

Autor: Gudrun Bender
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/bezirk-war-immer-kooperativ/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 25.02.2016

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