Pressespiegel

Areal wird mit Möbelhäusern bebaut

Stadtentwicklung: Eine unansehnliche Brache an der Landsberger Allee gehört bald der Vergangenheit an. Unternehmer Kurt Krieger will gleich zwei Einrichtungshäuser bauen.

Unter­neh­mer Kurt Krie­ger will dort nicht nur eine neue Filia­le sei­ner Ein­rich­tungs­ket­te »Möbel Höff­ner« errich­ten. Auch der Bil­li­gab­le­ger »Scon­to« soll an der Lands­ber­ger Allee ein neu­es Haus bekom­men. Krie­ger will am Stand­ort ein Höff­ner-Ein­rich­tungs­haus mit rund 50.000 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che und einen Scon­to-Möbel­markt (etwa 7.000 Qua­drat­me­ter) errich­ten, der Glo­bus Bau- und Gar­ten­markt (17.000 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che) soll erhal­ten blei­ben. Das geplan­te Ein­rich­tungs­haus wird mehr als dop­pelt so groß wie die Ikea-Filia­le an der Lands­ber­ger Allee/Rhinstraße. Die Krie­ger-Grup­pe, zweit­größ­ter deut­scher Möbel­händ­ler, expan­diert seit Jah­ren in ganz Deutsch­land.

In Lich­ten­berg bekann­te er, dass mit dem Vor­ha­ben ein lang geheg­ter Wunsch von ihm in Erfül­lung gehe: »Dort woll­ten wir schon vor 25 Jah­ren bau­en.« Doch beim Grund­stücks­kauf war man ihm zuvor­ge­kom­men – Krie­ger bau­te dann in Mar­zahn an der soge­nann­ten Mär­ki­schen Spit­ze. Die­ser Stand­ort ist aller­dings nicht so güns­tig gele­gen wie ein Platz an der täg­lich von etwa 60.000 Autos befah­re­nen Lands­ber­ger Allee. Wenn die Gebäu­de dort fer­tig sind, wer­den Höff­ner und Scon­to aus Mar­zahn an die Lands­ber­ger Allee umzie­hen, sag­te Krie­ger auf einer Ein­woh­ner­ver­samm­lung. Doch auch die Mar­zahner Grund­stü­cke gehö­ren ihm. »Was dar­aus wird, wird die Zukunft brin­gen«, sag­te er. Es gebe noch kei­nen Plan dafür. Ein wenig koket­tier­te der Möbel-Gigant, der sich gern volks­tüm­lich gibt, auch an die­sem Abend mit sei­ner Ber­li­ner Her­kunft aus ein­fa­chen Ver­hält­nis­sen. Lich­ten­berg lie­ge ihm ganz beson­ders am Her­zen, beton­te Krie­ger. Dort sei er näm­lich gebo­ren, unweit der Gür­tel­stra­ße, nahe dem Rat­haus, erzähl­te er.

Weni­ger war Krie­ger zum Bau­be­ginn zu ent­lo­cken. Zunächst müs­se ja erst ein­mal das Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren abge­schlos­sen wer­den. Auch Lich­ten­bergs Bau­stadt­rat Wil­fried Nün­t­hel (CDU) konn­te kei­nen Ter­min für einen Bau­be­ginn nen­nen: »Wir sind noch nicht so weit im Ver­fah­ren.«

Eini­ge Details ste­hen aber heu­te bereits fest: So sol­len die Bau­kör­per gemein­sam mit Ikea die Form eines »U« erge­ben. Das Höff­ner-Ein­rich­tungs­haus wird auf einer Höhe mit dem Glo­bus Markt lie­gen, Scon­to ein wenig näher zur Stra­ße. Und mit der neu­en Wege­füh­rung soll auch ein offi­zi­el­ler Geh- und Rad­weg zum Land­schafts­park Herz­ber­ge ange­legt wer­den. Ein Ver­spre­chen gab Krie­ger noch: Auch wenn nicht sofort gebaut wer­de, blie­ben nicht jah­re­lang Rui­nen auf der Flä­che, ver­si­cher­te er: »Die alten Gebäu­de wer­den alle abge­ris­sen.«

Autor: Birgitt Eltzel
Verweis: bezirks-journal.de/wp-content/uploads/2016/05/BZJ_05_2016_Lichtenberg.pdf

Quelle: Lichtenberger Bezirks-Journal | 12.05.2016

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