Pressespiegel

Alle Generationen im Blick

Familienfreundliches Lichtenberg: Das alles plant das Bezirksamt für dieses Jahr

Wohn­raum schaf­fen

2015 hat Lich­ten­berg als ers­ter Bezirk der Haupt­stadt das Zer­ti­fi­kat »Fami­li­en­ge­rech­ter Bezirk« erhal­ten. Auch das hat dazu bei­ge­tra­gen, Lich­ten­berg als lebens­wer­ten Wohn­stand­ort wei­ter zu eta­blie­ren. Auf einem kon­stant hohen Niveau sind des­halb im ver­gan­ge­nen Jahr rund 2.300 Woh­nun­gen neu geneh­migt wor­den. Und weil neue Woh­nun­gen wei­ter­hin drin­gend gebraucht wer­den, will das Bezirks­amt auch in die­sem Jahr wie­der schwer­punkt­mä­ßig bezahl­ba­ren Wohn­raum schaf­fen. Neben der Erlaub­nis für mehr als 2.000 neue Woh­nun­gen, sind vier neue Wohn­quar­tie­re geplant: Eines davon wird an der Kon­rad­Wolf-Stra­ße bis zum Wei­ßen­seer Weg ent­wi­ckelt, die »Wei­ße Tau­be« an der Lands­ber­ger Allee wird erwei­tert – gen­au so wie im Süd­en das Prin­zen­vier­tel in Karls­hor­st-West. Außer­dem wird das Bebau­en der Rum­mels­bur­ger Bucht bis zum Ost­kreuz been­det.

Schu­len aus­bau­en

Auch an öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen wird in die­sem Jahr mit Hoch­druck gebaut. Dabei bil­den die Schu­len immer noch den Schwer­punkt bezirk­li­cher Inves­ti­tio­nen. So wer­den rund zehn Mil­lio­nen Euro in die Sanie­rung von genutz­ten und ehe­ma­li­gen Schul­ge­bäu­den flie­ßen: Die Bau­maß­nah­men an der Karls­horster Grund­schu­le, der Schu­le in der Dol­gen­see­stra­ße und der ers­te Abschnitt des Her­der-Gym­na­si­ums wer­den been­det. Plan­mä­ßig begon­nen wird der Neu­bau der Sport­hal­le des Cop­pi-Gym­na­si­ums und die Sanie­rung der Sport­hal­len in der Grzi­mek-Schu­le, der Schu­le am Grü­nen Grund und im Ost­see-Kar­ree. Min­des­tens zwei modu­la­re Ergän­zungs­bau­ten wer­den das Lich­ten­ber­ger Schul­netz erwei­tern, wei­te­re ver­han­delt der Bezirk mit dem Senat. Zudem wird die Rei­ni­gung in den Schu­len des Bezirks ver­bes­sert und punk­tu­ell inten­si­viert. Der Lich­ten­ber­ger Haus­halts­an­satz dafür ist in die­sem Jahr im Ver­gleich zu 2014 um 1,6 Mil­lio­nen Euro auf­ge­stockt wor­den. Schul- und Sport­stadt­rä­tin Kerstin Beu­rich (SPD) begrüßt zudem, dass das Abge­ord­ne­ten­haus den Haus­halts­an­satz für die Sanie­rung von Sport­an­la­gen erhöht hat. Dafür hat­te sie sich ein­ge­setzt. »Davon pro­fi­tie­ren auch Lich­ten­bergs Sport­stät­ten«, sagt Beu­rich.

Jugend­li­che bera­ten

Der Nach­wuchs im Bezirk kann sich auf die Lich­ten­ber­ger Jugend­be­rufs­agen­tur freu­en: Im April soll sie eröff­nen. Unter einem Dach sol­len Jugend­li­che dort von ver­schie­de­nen Ange­bo­ten und Struk­tu­ren pro­fi­tie­ren und dabei sozi­al, aus­bil­dungs- und berufs­be­zo­gen bera­ten wer­den. Auch eine neue Jugend­frei­zeit­ein­rich­tung in der Got­lin­de­stra­ße öff­net im Früh­jahr offi­zi­ell ihre Türen.

Klein­gär­ten erhal­ten

Der Druck auf den Woh­nungs­markt hat im Vor­jahr auch die Dis­kus­si­on um Klein­gar­ten­an­la­gen befeu­ert. Immer öfter ent­ste­hen dort Begehr­lich­kei­ten. Des­halb stellt Wil­fried Nün­thel (CDU), Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung, klar: »Wir wer­den alle uns zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mög­lich­kei­ten aus­schöp­fen, um die gegen­wär­ti­gen Bestands­nut­zun­gen auf den Flä­chen zu sichern und etwai­gen Spe­ku­la­ti­ons­in­ter­es­sen ent­ge­gen zu tre­ten.«

Fami­li­en unter­stüt­zen

The­men rund um die Fami­lie wer­den auf einer Fach-Kin­der­schutz­kon­fe­renz im März ver­han­delt. Und auch gesun­des Essen in Kitas will das Bezirks­amt för­dern. Dazu stellt es ein Modell­pro­jekt zur Prä­mie­rung und Zer­ti­fi­zie­rung sowie ers­te Preis­trä­ger vor. »Im Rah­men des Audits fami­li­en­ge­rech­te Kom­mu­ne wer­den wir Über­le­gun­gen für mehr Ser­vice für Fami­li­en mit einem Fami­li­en­bü­ro vor­stel­len«, erklärt Jugend- und Gesund­heits­stadt­rä­tin Dr. San­dra Ober­mey­er (par­tei­los, für Die Lin­ke). Die Situa­ti­on allein­er­zie­hen­der Müt­ter und Väter steht wäh­rend eines Allein­er­zie­hen­den­fach­ta­ges im Herbst im Mit­tel­punkt. Die Gesund­heits­stadt­rä­tin ver­rät: »Zudem bewer­ben wir uns als Aus­rich­ter­be­zirk für den Ber­li­ner Pfle­ge­fa­mi­li­en­tag 2016.«

Senio­ren bil­den

Bereits zum sechs­ten Mal kön­nen älte­re Lich­ten­ber­ge­rin­nen und Lich­ten­ber­ger ihr Wis­sen erwei­tern – bei der Senio­ren­uni­ver­si­tät ab dem 13. April. Eben­falls fort­ge­setzt wird die erfolg­rei­che Ver­an­stal­tungs­rei­he »Leben und gesund alt wer­den in Lich­ten­berg«, die das Bezirks­amt gemein­sam mit dem Evan­ge­li­schen Kran­ken­haus Köni­gin Eli­sa­be­th Herz­ber­ge und dem SanaKli­ni­kum orga­ni­siert. Aktu­el­le Impul­se rund um ein akti­ves Alter ver­mit­telt die drit­te Lich­ten­ber­ger Senio­ren­wo­che ab dem 26. Sep­tem­ber.

Geflüch­te­ten hel­fen

Schu­len, Sport­ver­ei­ne, Kul­tur­ein­rich­tun­gen, die Volks­hoch­schu­le und das Amt für Sozia­les leis­ten neben ande­ren viel­fäl­ti­ge Unter­stüt­zung für geflüch­te­te Men­schen im Bezirk. Das soll auch in die­sem Jahr so blei­ben: Die Volks­hoch­schu­le wird ihr Sprach­kurs­an­ge­bot aus­wei­ten, das Amt für Sozia­les sowie das Job­cen­ter stel­len Per­so­nal ein, damit Betrof­fe­ne leis­tungs­recht­li­ch ver­sor­gen wer­den kön­nen. Gemein­sam mit dem Senat rich­tet der Bezirk Will­kom­mens­klas­sen ein, die den Kin­dern und Jugend­li­chen ohne Deutsch­kennt­nis­se den Ein­stieg in die deut­sche Spra­che ermög­li­chen. »Ich selbst arbei­te dafür, dass Lich­ten­berg wei­ter dafür steht, Flücht­lin­ge freund­li­ch zu emp­fan­gen. Ich will mei­nen Bei­trag leis­ten, damit sich deren Lebens­be­din­gun­gen – auch in Not­un­ter­künf­ten – mensch­li­ch gestal­ten las­sen, dass sie sich in das Leben im Bezirk inte­grie­ren. Ich hof­fe, dass die vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fer bei der Stan­ge blei­ben und mich unter­stüt­zen, die­se Arbeit zu machen«, sagt Dr. Andre­as Prü­fer (Die Lin­ke), Bezirks­stadt­rat für Bür­ger­diens­te, Ord­nungs­an­ge­le­gen­hei­ten und Immo­bi­li­en.

War­te­zei­ten ver­kür­zen

Der geplan­te Per­so­nal­zu­wachs und Fort­schrit­te bei Online-Ange­bo­ten sol­len in Lich­ten­ber­ger Bür­ger­äm­tern die War­te­schlan­gen ver­kür­zen. Außer­dem soll das Per­so­nal dabei hel­fen, die dies­jäh­ri­gen Wahlen auf Bezirks­ebe­ne ordent­li­ch vor­zu­be­rei­ten.

Kunst för­dern

Kul­tur­stadt­rä­tin Kerstin Beu­rich ver­spricht: »Ein kul­tu­rel­les High­light wird auch 2016 die Lan­ge Nacht der Bil­der sein, die dann zum drit­ten Mal unter der Regie des Bezirks­am­tes durch­ge­führt wird.« Krea­ti­ve im gesam­ten Bezirk öff­nen dann ihre Ate­liers und Werk­stät­ten. Gale­ri­en, Stu­di­os, Muse­en, die Volks­hoch­schu­le und Cafés laden zu Ver­nis­sa­gen, Künst­ler­ge­sprä­chen, Per­for­man­ces und Kon­zer­ten ein. »Die Lan­ge Nacht der Bil­der ist ein viel­fäl­ti­ges Kul­tur­er­leb­nis, das mitt­ler­wei­le lan­des­weit Beach­tung fin­det«, so Beu­rich. Aus dem »Bezirks­kul­tur­fonds« und dem »Pro­jekt­fonds Kul­tu­rel­le Bil­dung« wer­den in die­sem Jahr eben­falls wie­der vie­le Kul­tur­pro­jek­te geför­dert, die dann Inter­es­sier­ten im Lau­fe des Jah­res prä­sen­tiert wer­den. Schwer­punkt­mä­ßig wer­den dabei Jugend­li­che kul­tu­rell gebil­det.

Stadt­tei­le pro­fi­lie­ren

Um Lich­ten­berg als fami­li­en­ge­rech­ten Bezirk zu stär­ken, will sich das Bezirks­amt noch enger ver­net­zen. Ver­wal­tung, fami­li­en­po­li­ti­sche Akteu­re und die im Bezirk leben­den Men­schen sol­len gemein­sam han­deln. Dazu wer­den im April und Mai Stadt­teil­kon­fe­ren­zen durch­ge­führt. Dort wer­den die aktu­el­le Lage und die ver­schie­de­nen stadt­ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Berei­che sowie die drei­zehn Stadt­teil­pro­fi­le vor­ge­stellt und bespro­chen. »Ich freue mich schon sehr dar­auf, gemein­sam mit den Lich­ten­ber­ge­rin­nen und Lich­ten­ber­gern die Zukunft ihrer Stadt­tei­le zu dis­ku­tie­ren«, sagt Bür­ger­meis­te­rin Bir­git Mon­tei­ro (SPD). Die Kon­fe­ren­zen bil­den die Basis für die Abstim­mung der gemein­sa­men Ziel­rich­tung und Stra­te­gie.

Ein­zel­han­del stär­ken

»Zu einer lebens­wer­ten Stadt gehört auch eine intak­te Nah­ver­sor­gung«, betont Bezirks­stadt­rat Nün­thel. »Des­halb wol­len wir auch ange­sichts eines Bevöl­ke­rungs­zu­wach­ses unser Zen­tren- und Ein­zel­han­dels­kon­zept über­ar­bei­ten. Dabei set­zen wir auch auf den Sach­ver­stand der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die sich im Febru­ar und März in fünf Regio­nal­kon­fe­ren­zen in die Dis­kus­si­on ein­brin­gen kön­nen.« Beschlos­sen wer­den soll das Zen­tren- und Ein­zel­han­dels­kon­zept (ZEK) durch die Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung noch vor der Som­mer­pau­se.

Verweis: rn.abendblatt-berlin.de/fileadmin/pdf_archiv_rn/2016/RN_Li_01.2016.pdf

Quelle: Lichtenberger Rathausnachrichten | 09.01.2016

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