Pressespiegel

1. Berliner Hundeschwimmen abgesagt

Behörde verbietet Event im Strandbad Orankesee

Die Behör­de habe sich in der Begrün­dung auf Para­graf 2 des Geset­zes über das Hal­ten und Füh­ren von Hun­den in Ber­lin beru­fen, heißt es in der Mit­tei­lung. Das unter­sa­ge Hun­de­hal­tern, ihre Tie­re auf Lie­ge­wie­sen und Bade­an­stal­ten und gekenn­zeich­ne­te öffent­li­che Bade­stel­len mit­zu­neh­men. Durch die Ver­an­stal­tung wür­den Hun­de­kot, Hun­de-Urin und Para­si­ten in den See getra­gen. Die­se wür­den auch im Strand­bad auf der Lie­ge­wie­se und im Strand ver­blei­ben. Das füh­re zur Ver­schlech­te­rung der Was­ser­qua­li­tät sowie der Qua­li­tät der Spiel­be­rei­che. Der Oran­ke­see, ein ste­hen­des Gewäs­ser 2. Ord­nung, sei ein EU-Bade­ge­wäs­ser und wei­se eine aus­ge­zeich­ne­te Was­ser­qua­li­tät auf. Umfang­rei­che Sanie­rungs­maß­nah­men in den letz­ten Jah­ren hät­ten dazu bei­ge­tra­gen, dass sich neben dem che­mi­schen auch der öko­lo­gi­sche Zustand des Sees deut­li­ch ver­bes­sert hat, heißt es in der Ver­sa­gen­s­an­ord­nung des Amtes. Das Hun­de­schwim­men soll­te erst­mals in Ber­lin statt­fin­den. Die Schirm­herr­schaft hat­te der CDU-Abge­ord­ne­te Dan­ny Frey­mark über­nom­men.

Bun­des­län­der mit ver­schie­de­ner Pra­xis

Wie LiMa+ berich­te­te gibt es Hun­de­schwim­men am letz­ten Wochen­en­de der Frei­bad­sa­son bereits in etli­chen deut­schen Städ­ten und Gemein­den. Dort ist es ein belieb­tes Event vor dem Groß­rei­ne­ma­chen zur Win­ter­pau­se. Aller­dings haben die ver­schie­de­nen deut­schen Bun­des­län­der auch ver­schie­de­ne Hun­de­ge­set­ze – und ver­mut­li­ch nut­zen sie auch jeweils ande­re Ermes­sens­spiel­räu­me. Dem Lai­en leuch­tet es jeden­falls schwer ein, dass mög­li­cher Hun­de-Urin bis zum Start der Bade­sai­son im Mai 2016 die Wie­sen und den Sand ver­un­rei­ni­gen kann. Dazu müss­ten wohl schon zehn­tau­sen­de der Tie­re dort wei­len. Hun­de­kot sam­meln ver­ant­wor­tungs­vol­le Hun­de­hal­ter und die Ver­an­stal­ter mit Sicher­heit ein, wie unter ande­rem beim inzwi­schen schon mehr­fach durch­ge­führ­ten Mops­t­ref­fen in Lich­ten­ra­de, zu dem regel­mä­ßig meh­re­re hun­dert Hun­de und ihre Besit­zer kom­men.

Ver­ein will sich nicht ent­mu­ti­gen las­sen

Micha­el Schulz vom Vor­stand der Hun­de­ge­mein­schaft Hohen­schön­hau­sen bedau­ert die Ent­schei­dung des Amtes. Schließ­li­ch lie­fen die Vor­be­rei­tun­gen schon auf Hoch­tou­ren. Das Ereig­nis war in der Pres­se bekannt­ge­ge­ben wor­den, Pla­ka­te waren aus­ge­hängt wor­den. »Ich hof­fe nur, dass alle Inter­es­sen­ten die Absa­ge mit­be­kom­men«, sag­te er. Mit­glie­der der Hun­de­ge­mein­schaft sei­en auf jeden Fall am Sonn­abend vor Ort, um dort dar­über zu infor­mie­ren. Ent­mu­ti­gen las­sen will sich der Ver­ein jedoch nicht: »Mit gutem Vor­lauf wer­den wir 2016 ein schö­nes Event für Hun­de, ihre Hal­ter und alle Freun­de der Tie­re auf die Bei­ne stel­len«, sag­te er.

Autor: Brigitte Eltzel
Verweis: www.lichtenbergmarzahnplus.de/erstes-berliner-hundeschwimmen-abgesagt/

Quelle: LichtenbergMarzahnPlus | 22.09.2015

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