Pressemitteilung

Seewasserfilteranlage in Alt-Hohenschönhausen

Wie geht es weiter mit dem Seewasserfilter für den Obersee?

Die­se Kol­ma­ti­ons­schicht besteht aus Algen aus dem Ober­see­was­ser und im Fil­ter­sub­strat ent­hal­te­nem Kalk­stein, so dass das Was­ser nicht ord­nungs­ge­mäß gefil­tert wer­den kann. Um Schä­den zu ver­mei­den, wur­de der regu­lä­re Betrieb vor­sorg­li­ch unter­bro­chen. Das Umwelt- und Natur­schutz­amt Lich­ten­berg geht von einem Pla­nungs­feh­ler aus und prüft der­zeit die Gel­tend­ma­chung gesetz­li­cher Ansprü­che.

Der Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung, Wil­fried Nün­thel (CDU), ergänzt dazu:

»In den letz­ten Jah­ren haben sich vie­le Initia­ti­ven und Anwoh­ner für die dau­er­haf­te Ver­bes­se­rung der Was­ser­qua­li­tät ein­ge­setzt. Das inno­va­ti­ve Pro­jekt hat lei­der Start­schwie­rig­kei­ten, die wir zu behe­ben ver­su­chen. Zur Klä­rung der Vor­aus­set­zun­gen für die Wie­der­auf­nah­me des Betrie­bes wur­den ver­schie­de­ne Exper­ten in eine fach­li­che Bera­tung ein­be­zo­gen. Neben der Opti­mie­rung der tech­ni­schen Steue­rung, die noch in die­sem Jahr erfol­gen wird, sol­len im kom­men­den Früh­jahr zudem meh­re­re Maß­nah­men durch­ge­führt wer­den. Der­zeit befin­det sich die Fil­ter­an­la­ge in der Win­ter­pau­se.

Es besteht die Aus­sicht auf eine wis­sen­schaft­li­che Beglei­tung des Betriebs der Fil­ter­an­la­ge im Rah­men eines För­der­pro­jek­tes des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF). Eine Ent­schei­dung dar­über ist für Anfang Dezem­ber zu erwar­ten.«

In einem ers­ten Schritt soll das Schilf­wachs­tum geför­dert wer­den, da dadurch der Aus­bil­dung die­ser unge­woll­ten Sperr­schicht ent­ge­gen­ge­wirkt und die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Fil­ter­an­la­ge wie­der­ge­stellt wer­den kann. Um eine hohe Schilf­be­satz­dich­te zu errei­chen, sol­len bis spä­tes­tens Mit­te März 2017 Nach­pflan­zun­gen sowie eine Dün­gung des Bestan­des erfol­gen.

In einem zwei­ten Schritt wird dann Schilfs­treu auf die Fil­ter­be­cken auf­ge­bracht. Dies soll ver­hin­dern, dass die Algen aus dem Ober­see­was­ser bis in die Fil­ter­sub­stra­te vor­drin­gen kön­nen. Die Wie­der­auf­nah­me des Pro­be­be­trie­bes ist für Anfang April geplant. In die­sem sol­len der Erfolg der umge­setz­ten Maß­nah­men kon­trol­liert und die Beschi­ckungs­zei­ten der Fil­ter­be­cken ange­passt wer­den.

Hin­ter­grund:

Auf­grund der inno­va­ti­ven Funk­ti­ons­wei­se des See­was­ser­fil­ters konn­te das Pro­jekt im Rah­men des Umwelt­ent­las­tungs­pro­gram­mes UEP II mit EU-Mit­teln teil­fi­nan­ziert wer­den. Die Inbe­trieb­nah­me die­ses Pilot­pro­jek­tes erfolg­te im Herbst 2015 mit vie­len Inter­es­sier­ten.

Herausgeber: Bezirksamt Lichtenberg, Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung | 17.11.2016

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