Meldung

Unterbringung von Flüchtlingen in Falkenberg

Sehr geehr­ter Herr Sena­tor Cza­ja,

die Ent­wick­lun­gen bezüg­lich der Unter­brin­gung von Flücht­lin­gen stel­len die Bezir­ke und den Senat vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. Der Bezirk Lich­ten­berg hat sich dabei in den letz­ten Jah­ren in beson­de­rem Maße enga­giert und Flücht­lin­ge men­schen­wür­dig unter­ge­bracht. Gera­de im Lich­ten­ber­ger Stadt­teil Hohen­schön­hau­sen wer­den mitt­ler­wei­le meh­re­re hun­dert Flücht­lin­ge unter­ge­bracht. Gemein­sam mit loka­len Initia­ti­ven haben wir dazu bei­tra­gen, gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment zu för­dern und damit unse­ren Anteil für die Stär­kung eines sozia­len Mit­ein­an­ders in der Regi­on zu leis­ten.

Mit der Ent­schei­dung des Senats, ein Con­tai­ner-Dorf für Flücht­lin­ge in Fal­ken­berg errich­ten zu wol­len, ist die Soli­da­ri­tät Lich­ten­bergs ein­sei­tig gebeugt wor­den. Das Bezirks­amt Lich­ten­berg hat in der Stel­lung­nah­me einer Vor­ab­fra­ge mit­ge­teilt, dass an die­sem Stand­ort kei­ne Mög­lich­keit besteht, Flücht­lin­ge dort unter­zu­brin­gen. Dies hat nicht nur bau­recht­li­che Ursa­chen, son­dern beinhal­tet auch die Sor­ge, das Dorf Fal­ken­berg mit sei­nen etwas mehr als 1.200 Ein­woh­nern über Gebühr zu belas­ten.

Die­ser Sozi­al­raum ist nicht in der Lage, bis zu 500 Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men. Es gibt in der Nähe kei­ne bezirk­li­chen Grund­schu­len, Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten und die Ver­kehrs­ver­bin­dun­gen sind für eine Erwei­te­rung der Ein­woh­ner­schaft um ca. 40 Pro­zent nicht aus­ge­legt. Der Bus in die­ser Regi­on fährt in der Regel nur alle 20 Minu­ten und ist die ein­zi­ge Mög­lich­keit, das Con­tai­ner-Dorf mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln zu errei­chen.

Der Bezirk Lich­ten­berg hat in der Ver­gan­gen­heit immer Ver­ant­wor­tung über­nom­men. An die­sem Stand­ort ist es jedoch abseh­bar, dass eine men­schen­wür­di­ge und inte­gra­ti­ve Unter­brin­gung der Flücht­lin­ge durch den Bezirk und die gesell­schaft­li­chen Akteu­re kaum mög­lich ist.

In Anbe­tracht des­sen, dass es zu einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Poli­tik auch gehört, zu sagen, was mög­lich ist und was nicht, bit­ten wir Sie hier­mit nach einem Alter­na­tiv­stand­ort in Lich­ten­berg zu suchen. Wir sind ger­ne bereit, dabei kon­struk­tiv zu unter­stüt­zen und an einer koope­ra­ti­ven Lösung mit­zu­wir­ken. Dazu ist ein zeit­na­hes Gespräch zwi­schen Ihnen und dem Bezirk not­wen­dig.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

Dr. Mar­tin Pät­zold MdB
Vor­sit­zen­der des CDU-Kreis­ver­ban­des Lich­ten­berg

Dan­ny Frey­mark MdA
Vor­sit­zen­der des CDU-Orts­ver­ban­des Hohen­schön­hau­sen

Wil­fried Nün­t­hel
Bezirks­stadt­rat für Stadt­ent­wick­lung

Gre­gor Hoff­mann
Vor­sit­zen­der der CDU-Frak­ti­on in der BVV Lich­ten­berg

Fabi­an Peter
Mit­glied des Lan­des­vor­stan­des der CDU Ber­lin

Herausgeber: CDU Lichtenberg | 23.10.2014

Print Friendly, PDF & Email
Zurück zu allen Beiträgen