Meldung

Solidarisches Bürgergeld – Grundeinkommen für alle?

Zu Gast war Mat­thi­as Schä­fer, Koor­di­na­tor der AG Wirt­schafts­po­li­tik in der Kon­rad-Ade­nau­er-Stif­tung. Er führ­te sehr anschau­li­ch an, dass jeder Deut­sche ein bedin­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men in Höhe von 800 Euro erhal­ten soll. Dabei ist es uner­heb­li­ch, ob man Stu­dent ist, der nach heu­ti­gen Sys­tem immer knapp bei Kas­se ist, oder ein rei­cher Geschäfts­mann, der 800 Euro mehr oder weni­ger auf sei­nem Kon­to gar nicht wirk­li­ch mer­ken wür­de. Bis 1.600 Euro dürf­te man nach dem von Die­t­er Alt­haus (ehem. Minis­ter­prä­si­dent von Thü­rin­gen) vor­ge­schla­ge­nen Modell steu­er­frei ver­die­nen. Erst dana­ch muss man 50 Pro­zent eines jeden dazu ver­dien­ten Euro als Steu­er abfüh­ren.

Neben den feh­len­den 200 Mil­li­ar­den Euro zur Finan­zie­rung und Ein­füh­rung die­ses Sys­tems hat­ten die anwe­sen­den JU-Mit­glie­der diver­se Beden­ken, ins­be­son­de­re hin­sicht­li­ch der Bedin­gungs­lo­sig­keit des Grund­ein­kom­men: Auch wenn ein Mit­bür­ger den gan­zen Tag zuhau­se vor dem Fern­se­her bleibt, bekommt die­ser das Grund­ein­kom­men. Das zeigt auch lei­der eine gro­ße Schwä­che die­ses Modells, das womo­g­li­ch zu sehr auf Sub­si­dia­ri­tät setzt, was dazu füh­ren kann, dass die Soli­dar­ge­mein­schaft durch das bedin­gungs­lo­se Grund­ein­kom­men aus­ge­nutzt wer­den kann.

Einer­seits waren sich die Mit­glie­der JU Lich­ten­berg einig, dass es eine Bedin­gungs­lo­sig­keit in die­ser Form nicht geben darf. Ande­rer­seits för­dert das Modell z. B. Stu­den­ten inso­fern, dass die­se nicht mehr zwangs­läu­fig neben­bei arbei­ten müs­sen. Jedoch bestand Einig­keit dar­über, dass die­ses Modell wei­ter dis­ku­tiert wer­den muss. Es birgt eben nicht nur Risi­ken für die deut­sche Gesell­schaft, son­dern auch vie­le Chan­cen für eine neue, moder­ne und vor allem gerech­te­re Gesell­schaft.

Mehr Infor­ma­tio­nen gibt es hier:
Video bei Youtube 
Wiki­pe­dia
Bür­ger­geld­por­tal
Initia­ti­ve Pro Bür­ger­geld

Herausgeber: Junge Union Lichtenberg | 27.10.2009

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