Meldung

Sicherheit an erster Stelle: Notwendige Anpassungen des Waffengesetzes

Zwei zen­tra­le Ver­än­de­run­gen soll­ten vor­ge­nom­men wer­den:

1. Zen­tra­le Datei für regis­trier­te Schuss­waf­fen
Trotz peni­bler Richt­li­ni­en über die Regis­trie­rung von Schuss­waf­fen ist es in Deutsch­land nicht mög­li­ch, die Anzahl der regis­trier­ten Waf­fen zu ermit­teln. Es exis­tie­ren ledig­li­ch Schät­zun­gen! Teil­wei­se sind die Ein­tra­gun­gen noch auf Kar­tei­kar­ten vor­han­den. Um die Ernst­haf­tig­keit von Hin­wei­sen zu beur­tei­len, muss die Poli­zei unmit­tel­bar alle behörd­li­chen Infor­ma­ti­ons­quel­len nut­zen kön­nen. Waf­fen ken­nen weder Land­krei­se noch Büro­dienst­zei­ten!

Wir for­dern ein bun­des­wei­tes, sofort zugäng­li­ches Recher­che­sys­tem für Schuss­waf­fen.

2. Gele­gen­heit macht Täter
Was man nicht besitzt, kann man nicht nut­zen. Ziel muss es wei­ter­hin sein, den Umgang mit Waf­fen zu mini­mie­ren. Das Waf­fen­ge­setz defi­niert einen Unter­schied zwi­schen dem Besitz von Waf­fen und das Füh­ren von Waf­fen in der Öffent­lich­keit. Schuss­waf­fen füh­ren dür­fen bei­spiels­wei­se Poli­zis­ten, Per­so­nen­schüt­zer und Jäger, da sie ein ent­spre­chen­des »Bedürf­nis« haben – Sport­schüt­zen kön­nen dies nicht nach­wei­sen. Wozu brau­chen letzt­ge­nann­te Waf­fen und Muni­ti­on zuhau­se, wenn sie ohne­hin nur auf dem Schieß­stand trai­nie­ren? Zumin­dest für die Muni­ti­on gibt es meist kei­ne Daseins­be­rech­ti­gung in pri­va­ten Haus­hal­ten! Feh­len­de Muni­ti­on kann selbst bei miss­bräuch­li­chem Zugang zu Waf­fen einen Amok­lauf ver­hin­dern!

Wir bit­ten die CDU/CSU-Fraktion im Bun­des­tag zu prü­fen, ob der Erwerb und Besitz von Muni­ti­on außer­halb von Schieß­stän­den ver­bo­ten wer­den kann, sofern kein Bedürf­nis im Sin­ne des Waf­fen­ge­set­zes besteht. 

Auf dem anste­hen­den CDU-Lan­des­par­tei­tag am 28. März 2009 wer­den die Dele­gier­ten Dan­ny Frey­mark, Dani­el Knohr und Cin­dy Frey­mark den Vor­schlag für die Jun­ge Uni­on Lich­ten­berg als Antrag ein­brin­gen. Mit­in­itia­tor des Antrags und JU-Kreis­vor­stands­mit­glied Chris­to­pher Pus­to­la meint hier­zu: »Auch wenn die Ursa­chen von sol­chen Blut­ta­ten viel­fäl­tig sind und einer eben­so brei­ten Bekämp­fungs­stra­te­gie bedür­fen, so soll­te ins­be­son­de­re auch das Waf­fen­ge­setz neu dis­ku­tiert wer­den.«

Herausgeber: Junge Union Lichtenberg | 21.03.2009

Print Friendly, PDF & Email
Zurück zu allen Beiträgen