Meldung

Regen- und Abwasserentsorgung weiter im Fokus

Sehr geehr­te Damen und Her­ren, lie­be War­ten­ber­ger,

als Abge­ord­ne­ter für unse­re Regi­on habe ich es mir zur Auf­ga­be gemacht, Anre­gun­gen und Pro­ble­me auf­zu­neh­men und wenn mög­li­ch, auch zu lösen. Seit mei­nem letz­ten Bür­ger­brief ist wie­der eini­ges pas­siert. Auf­grund der Gewiss­heit, dass eine Ablei­tung des Abwas­sers über Lin­den­berg laut eines Gut­ach­tens des »Abwas­ser­zweck­ver­ban­des Ahrens­fel­de« nicht mög­li­ch ist, muss­ten wir nun ande­re Optio­nen für ein Gelin­gen der Regen- und Abwas­ser­ent­sor­gung stär­ker in den Fokus neh­men.

Gespräch mit Herrn Simon, Chef der Was­ser­be­trie­be, am 22. April 2014 – Wie geht es wei­ter?
Am 22. April 2014 hat­te ich einen Ter­min mit dem Chef der Was­ser­be­trie­be, Herrn Simon, der sich gedul­dig und inter­es­siert alle Argu­men­te und Pro­ble­me anhör­te. Mein Ziel war es, Sie als Bür­ger noch stär­ker in die Dis­kus­si­ons­pro­zes­se mit­ein­zu­be­zie­hen. Mit ihm zusam­men plan­ten wir auf­grund des­sen einen Run­den Tisch, der auch tat­säch­li­ch am 10. Juni 2014 in grö­ße­rer Run­de statt­fand (sie­he 2. Sei­te). Im Vor­feld ließ Herr Simon intern prü­fen, inwie­weit preis­wer­te­re Anbie­ter für die Abfuhr der Gru­ben aus­fin­dig gemacht wer­den kön­nen, da ich ihm dar­ge­stellt hat­te, dass die stei­gen­den Abfuhr­kos­ten zur einem enor­men Unmut in der Sied­lung geführt haben. Die Fir­ma Schmacht ist deut­li­ch güns­ti­ger als die weni­gen Wett­be­wer­ber, so dass ich zumin­dest aus dem finan­zi­el­len Aspekt her­aus Ihnen eine Prü­fung des Ange­bo­tes nahe­le­gen möch­te.

Kon­takt:

Fuhr­be­trieb Burk­hard Schmacht
In Wil­mers­dorf 312, 16356 Wer­neu­chen
Tele­fon: 0333 98 / 86 325

Gespräch mit Frau Dr. Kehl­ba­cher am 23. April 2014 – Die Fra­ge von dezen­tra­len Klein­klär­wer­ken
Eine Idee von Ihnen war es, mit dezen­tra­len Klein­klär­wer­ken auf die aktu­el­le Situa­ti­on zu ant­wor­ten. Am 23. April 2014 besprach ich die­se mit Frau Dr. Kehl­ba­cher, Abtei­lungs­lei­te­rin »Inte­gra­ti­ver Umwelt­schutz« aus der Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung und Umwelt. Frau Dr. Kehl­ba­cher sicher­te mir zu, die Anre­gung zur Prü­fung in die Ver­wal­tung zu geben. Das Ergeb­nis wur­de mir im Rah­men des Run­den Tisches am 10. Juni 2014 mit­ge­teilt: Eine Selbst­ver­wal­tung ist aus unter­schied­li­chen Grün­den nicht gewünscht bzw. auch nicht zu emp­feh­len, da der Auf­wand für die Bür­ger immens wäre. Neben der Grün­dung eines eige­nen Ver­ban­des müss­ten pas­sen­de Grund­stü­cke zur Auf­stel­lung der Klein­klär­wer­ke gefun­den wer­den. Die Anschaf­fungs­kos­ten müss­ten die Anwoh­ner selbst tra­gen. Auch die Was­ser­qua­li­tät nach dem Rei­ni­gungs­pro­zess führt dazu, dass die Senats­ver­wal­tung mit wenig Begeis­te­rung auf die­sen Vor­schlag reagier­te. Zudem könn­te ein wei­te­rer Rei­ni­gungs­pro­zess not­wen­dig sein. Inter­es­sant war auch, dass ein dezen­tra­les Klein­klär­werk in der Mar­ga­re­ten­hö­he instal­liert wur­de und nach kur­zer Zeit wie­der geschlos­sen wer­den mus­s­te. Sie lesen also, auch in die­sem Fall gibt es kei­ne schnel­le und ein­fa­che Lösung.

Run­d­er Tisch bei den Was­ser­be­trie­ben am 10. Juni 2014
Am 10. Juni 2014 fand ein wei­te­rer Run­d­er Tisch statt. Dies­mal unter Betei­li­gung des Sied­ler­ver­eins, der durch den Vor­sit­zen­den, Herrn Nor­mann, ver­tre­ten war. Vor­ge­stellt wur­de uns die Pla­nung eines inte­gra­len Ent­wäs­se­rungs­kon­zep­tes der Was­ser­be­wirt­schaf­tung für die Bau­ab­schnit­te 4 & 5, die, anders als ursprüng­li­ch geplant, noch nicht an die Abwas­ser­ent­sor­gung ange­schlos­sen sind. Dabei ist es im Vor­feld gelun­gen, dass sich die Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung & Umwelt und das Bezirks­amt Lich­ten­berg mit den Was­ser­be­trie­ben abge­stimmt hat­ten. Mit allen jewei­li­gen Chefs konn­te ich mich auf ein stim­mi­ges Pro­ze­dere eini­gen, so dass ein Abwie­geln durch die Betei­lig­ten nicht mehr mög­li­ch war. Dies ist ein gro­ßer Fort­schritt, da im Vor­hin­ein nie­mand so wirk­li­ch die Ver­ant­wor­tung über­neh­men woll­te.

Ergeb­nis des letz­ten Run­den Tisches – Was pas­siert jetzt?
Bis Sep­tem­ber 2014 wird eine wei­te­re Abstim­mungs­run­de mit dem Sied­ler­ver­ein und inter­es­sier­ten Bür­gern statt­fin­den. Fer­ner ist für die­sen Zeit­raum eine öffent­li­che Ver­an­stal­tung zum Stand der Din­ge mit den Was­ser­be­trie­ben, den Ver­wal­tun­gen und den Par­tei­en geplant. Da die Prü­fung der ein­zel­nen Berei­che (Boden­ver­hält­nis­se, Drai­na­gen­be­stand, Kos­ten etc.) viel Zeit in Anspruch neh­men wird, ist die Erstel­lung des inte­gra­len Ent­wäs­se­rungs­kon­zep­tes auf­wen­dig und wird von den Exper­ten mit einer Dau­er von einem Jahr ver­an­schlagt, so dass tat­säch­li­che Ent­schei­dungs­grund­la­gen für den Anschluss an das Abwas­ser erst für Sep­tem­ber 2015 zuge­sagt wer­den konn­ten. Grund dafür ist eben­so die Kom­ple­xi­tät der Kom­pli­ka­ti­on vor Ort: Wir befin­den uns in der Bar­ni­mer Hoch­flä­che mit einem erheb­li­chen Schich­ten­was­ser­pro­blem. Dies führt zu einem aus­ge­präg­ten Fremd­was­ser­pro­blem im Schmutz­was­ser­ka­nal. Auf­grund der man­geln­den Regen­ent­wäs­se­rung in der Sied­lung War­ten­berg wird die Kom­pli­ka­ti­on ver­stärkt. Daher müs­sen im Rah­men eines zu erstel­len­den Leis­tungs­ver­zeich­nis­ses alle wich­ti­gen Daten der Regi­on über­prüft und zusam­men­ge­tra­gen wer­den.

Ich hat­te per­sön­li­ch nie das Ziel zu einem »Exper­ten« für die Regen- und Abwas­ser­ent­sor­gung in Ber­lin zu wer­den. Mitt­ler­wei­le habe ich jedoch so vie­le Gesprä­che dazu füh­ren dür­fen, dass ich der Über­zeu­gung bin, dass wir auf einem guten, aber stei­ni­gen Weg bei der Rea­li­sie­rung Ihres Anschlus­ses sind. Auch das The­ma eines neu zu schaf­fen­den Staats­ver­tra­ges ist nicht aus der Welt. Die­ser ist not­wen­dig, um eine Abwas­ser­ent­sor­gung über Lin­den­berg zu regeln. Aktu­ell habe ich dazu eine par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge lau­fen, um her­aus­zu­fin­den, ob und wie ein sol­ches Abkom­men rea­li­siert wer­den kann.

Am 21. Juni 2014 fin­det die Jah­res­haupt­ver­samm­lung des Sied­ler­ver­eins statt, bei der ich ger­ne dabei gewe­sen wäre, um aus ers­ter Hand zu infor­mie­ren. Lei­der befin­de ich mich mit der CDU-Frak­ti­on des Abge­ord­ne­ten­hau­ses auf Klau­sur­fahrt in Mün­chen, so dass ich nicht dabei sein kann. Las­sen Sie mich ger­ne wis­sen, wenn Sie Fra­gen oder Anre­gun­gen haben.

Falls Sie sel­ber Inter­es­se und Zeit haben beim nächs­ten Run­den Tisch der Exper­ten, Ver­tre­tern des Sied­ler­ver­eins und der Poli­tik dabei zu sein, lade ich Sie herz­li­ch ein, sich bei mir zu mel­den, da ich die­ses dann ger­ne für Sie orga­ni­sie­ren wür­de.

Für Rück­fra­gen ste­he ich Ihnen ger­ne zur Ver­fü­gung.

Mit den bes­ten Grü­ßen

Ihr

Dan­ny Frey­mark

Herausgeber: Danny Freymark | 13.06.2014

Zurück zu allen Beiträgen