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Praktikum im Abgeordnetenhaus von Berlin

Mein Prak­ti­kum begann mit einer kur­zen Ein­füh­rung in die Struk­tur und Orga­ni­sa­ti­on des Abge­ord­ne­ten­hau­ses durch Herrn Frey­mark, sowie einer sehr zu emp­feh­len­den beglei­te­ten Füh­rung durch das Haus. Seit 1993 hat das Abge­ord­ne­ten­haus sei­nen Sitz im Gebäu­de des ehe­ma­li­gen Preu­ßi­schen Land­ta­ges. Das Gebäu­de ist so beein­dru­ckend und impo­sant, dass ich stolz war, die­ses für die kom­men­den paar Mona­te mei­nen Arbeits­platz nen­nen zu dür­fen. Nach­dem ich die Mit­ar­bei­ter und auch das beschau­li­che Abge­ord­ne­ten­bü­ro ken­nen­ge­lernt hat­te, begann für mich eine sehr span­nen­de und zugleich höchst inter­es­san­te Zeit. Bereits wäh­rend mei­nes VWL-Stu­di­ums bekam ich einen all­ge­mei­nen Ein­bli­ck in die deut­sche Poli­tik, in ihre Insti­tu­tio­nen, sowie in ihre Pro­zes­se. Umso gespann­ter war ich auf das, was mich an Auf­ga­ben und Her­aus­for­de­run­gen im Abge­ord­ne­ten­haus erwar­ten wür­de.

Wäh­rend mei­ner täg­li­chen Arbeits­zeit bekam ich vor allem einen viel­sei­ti­gen Über­bli­ck über die in Ber­lin betrie­be­ne, regio­na­le Poli­tik. In den ers­ten Wochen las ich mich umfas­send in umwelt­po­li­ti­sche The­men ein und unter­stütz­te Herrn Frey­mark beim Anschrei­ben von Ber­li­ner Umwelt­ver­bän­den, aber auch Akteu­ren, die in sei­nem Lich­ten­ber­ger Wahl­kreis tätig sind. Dar­aus erfolg­ten in der Regel per­sön­li­che Gesprä­che mit Vor­stän­den und Geschäfts­füh­rern etwai­ger Betrie­be, Unter­neh­men, Orga­ni­sa­tio­nen und Ver­bän­den, an denen ich eben­falls teil­neh­men durf­te. Für mich war es dabei vor allem inter­es­sant, Posi­tio­nen und Mei­nun­gen der ent­spre­chen­den Vor­stän­de und Geschäfts­füh­rer gegen­über der Poli­tik aus unmit­tel­ba­rer Nähe wahr­zu­neh­men.

Zu mei­nen Auf­ga­ben gehör­ten zudem das Recher­chie­ren von aktu­el­len The­men, sowie die Vor­be­rei­tung aus­ge­wähl­ter Tages­ord­nungs­punk­te für die Aus­schüs­se. Dies war oft­mals eine klei­ne, aber durch­aus mach­ba­re Her­aus­for­de­rung, da man sich inner­halb kür­zes­ter Zeit in eine kom­ple­xe Mate­rie ein­ar­bei­ten mus­s­te, um die wich­tigs­ten Fak­ten auf einem A4-Blatt prä­sen­tie­ren zu kön­nen. Der Vor­teil bei sol­chen Arbei­ten war es, dass man den Aus­schuss­sit­zun­gen the­ma­ti­sch fol­gen konn­te, da man sich ja vor­her eini­ge Fak­ten und Inhal­te ange­eig­net hat­te.

Die Aus­schüs­se konn­te ich natür­li­ch jeder­zeit besu­chen. Inter­es­sant war dabei vor allem auch, die Reak­tio­nen der ein­zel­nen Par­tei­en von den hin­te­ren Zuhö­rer­rei­hen mit­zu­ver­fol­gen.

Mein Prak­ti­kum im Abge­ord­ne­ten­haus hat mein Poli­tik­ver­ständ­nis nicht nur enorm erwei­tert, die Arbeit in der Poli­tik hat mich auch ani­miert, mich selbst zu enga­gie­ren und dar­über nach­zu­den­ken, poli­ti­sch tätig zu wer­den. Ich kann das Prak­ti­kum bei Herrn Frey­mark nur wei­ter­emp­feh­len, denn die Arbeit im Team macht nicht nur Spaß, sie hilft auch einen ande­ren und umfas­sen­de­ren Bli­ck auf vie­le poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen zu bekom­men. Mein Auf­ga­ben­spek­trum war sehr viel­sei­tig und stets for­dern und das tol­le Umfeld, sowie die gute Zusam­men­ar­beit der Mit­ar­bei­ter unter­ein­an­der emp­fand ich als äußer­st ange­nehm. Ich habe Herrn Frey­mark als einen sehr enga­gier­ten, stets ansprech­ba­ren Abge­ord­ne­ten ken­nen­ge­lernt, den ich mir sehr gut noch sehr lan­ge in die­ser Posi­ti­on vor­stel­len kann.

Von Maj-Britt Matt­ke

Herausgeber: Danny Freymark | 31.01.2013

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