Meldung

Lichtblick für das Hubertusbad

Seit Jahr­zehn­ten ist das das ehe­ma­li­ge Stadt­bad Lich­ten­berg, auch Huber­tus­bad genannt, dem Ver­fall über­las­sen. Immer wie­der gab es von Bür­gern und der Poli­tik Anstren­gun­gen, das Bad wie­der einer ent­spre­chen­den Nut­zung zuzu­füh­ren. Im ver­gan­ge­nen Jahr grün­de­te sich die Bür­ger­initia­ti­ve »Licht an im Huber­tus­bad«, wel­che über 2.000 Unter­schrif­ten für die Wie­der­be­le­bung die­ser Ein­rich­tung gesam­melt hat.

In einer 2. Huber­tus­bad­kon­fe­renz soll­ten die Bür­ger nun über den aktu­el­len Stand infor­miert wer­den. Als Gäs­te wur­den neben dem Bezirks­bür­ger­meis­ter Andre­as Gei­sel (SPD) sowie den bei­den Bezirks­stadt­rä­ten Wil­fried Nün­thel (CDU) und Andre­as Prü­fer (Die Lin­ke) auch Ver­te­ter des Lie­gen­schafts­fonds und zwei poten­ti­el­le Inter­es­sen­ten begrüßt.

Der aktu­el­le Eigen­tü­mer des Gebäu­des ist der Lie­gen­schafts­fonds, wel­cher die Auf­ga­be hat, die Lie­gen­schaf­ten des Lan­des Ber­lin zu ver­mark­ten. Die­ser trägt auch die der­zeit meh­re­re zehn­tau­send Euro teu­ren Unter­halts­kos­ten im Jahr und hat dem­nach auch ein gestei­ger­tes Inter­es­se an einem zügi­gen Ver­kauf. Eine Ent­schei­dung zur Ver­ga­ben ist bis­lang jedoch nicht erfolgt. Denk­bar wäre aus Sicht des Lie­gen­schafts­fonds jedoch bei Vor­la­ge eines trag­fä­hi­gen Kon­zep­tes und ent­spre­chen­der Zustim­mung des Bezir­kes auch eine so genann­te Direkt­ver­ga­be, die unmit­tel­bar erfol­gen könn­te. Etwai­gen Zwi­schen­nut­zungs­vor­schlä­gen erteil­te der Lie­gen­schafts­fonds wegen der not­wen­di­gen Verk­lehrs­si­che­rungs­pflicht eine Absa­ge.

Vor Ort waren zwei Ver­tre­ter von mög­li­chen Inves­to­ren und spä­te­ren Betrei­bern eines wie­der­be­leb­ten Huber­tus­ba­des. Am weit­ge­hends­ten waren die Aus­füh­run­gen von Herrn Sebas­ti­an Wag­ner, der selbst bereits als Archi­tekt mit der Reak­ti­vie­rung der Schu­le in der Bür­ger­heim­stra­ße ein Pro­jekt im Bezirk erfolg­reich rea­li­siert hat und im Huber­tus­bad ein »bemer­kens­wer­tes Gebäu­de« sieht. Er betont zu Beginn sei­ner Aus­füh­run­gen, dass Inves­to­ren unter­ein­an­der natür­li­ch im Wett­be­werb bestehen und er des­halb nur vage Anga­ben machen und kei­ne Bil­der, Zeich­nun­gen oder ähn­li­chen prä­sen­tie­ren kann. Vie­les unter­liegt noch der Ver­trau­lich­keit.

Den­no­ch hat Herr Wag­ner grob skiz­ziert, wie das der­zei­ti­ge Kon­zept des von ihm an die­sem Abend ver­tre­te­nen Investor aus­sieht. Es soll eine Mischung aus Woh­nen, Hotel und Wellndess­be­reich geben. Hier­bei ist fol­gen­de Auf­tei­lung ange­dacht: Im alten Män­ner­schwimm­bad soll kom­plett ein Bade­be­reich mit ver­schie­de­nen Schwimm- und Well­ness­an­la­gen ein­ge­rich­tet wer­den. Die ehe­ma­li­gen Umklei­den sol­len als The­ra­pie­be­reich genutzt wer­den. Der neu ent­ste­hen­de Hotel­be­reich und das im unte­ren Bereich des Damen­ba­des ange­dach­te Kon­fe­renz- und Ver­an­stal­tungs­zen­trum für bis zu 100 Per­so­nen sol­len wei­ter öffent­li­ch zugäng­li­ch blei­ben.

Herausgeber: CDU Lichtenberg | 21.02.2012

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