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Kiezspaziergang: Hoffmann und Nünthel in Malchow

Auf dem Natur­hof, wo Wahl­kreis­kan­di­dat Gre­gor Hoff­mann, Vor­sit­zen­der der CDU-Frak­ti­on in der BVV, die Spa­zier­gän­ger begrüßt, erläu­tert der Stadt­rat einen Vor­schlag aus dem Nach­bar­be­zirk Pan­kow. »Dana­ch wird tem­po­r­är eine Bau­stel­le errich­tet.« Die­se kön­ne an der West­sei­te von Mal­chow (von der Ort­nit­stra­ße ent­lang des Fließ­gra­bens bis zum Blan­ken­bur­ger Pflas­ter­weg) ent­lang füh­ren, einen Zwei-Rich­tungs­ver­kehr ermög­li­chen und auch die Bus­se auf­neh­men. Der Vor­teil sei nicht nur die Ver­kür­zung der Umfah­rung. Auch die Bau­zeit ver­rin­ge­re sich um die Hälf­te. Die Dau­er der Arbei­ten an der Bun­des­stra­ße, die mit­ten durch das Dorf ver­läuft, hat­te die Stadt­ent­wick­lungs­ver­wal­tung zunächst mit vier Jah­ren ange­ge­ben. Eine Umlei­tungs­stre­cke soll­te 10 Kilo­me­ter lang sein – bei­des ein Hor­ror für Auto­fah­rer und Anlie­ger. »Die von Pan­kow ange­bo­te­ne Lösung wird jetzt von der Senats­ver­wal­tung geprüft«, so Nün­thel.

Bei Plan­fe­stel­lungs­ver­fah­ren reden Bür­ger mit
Eini­ge Stun­den zuvor, bei der Kiez­tour in der nahe­ge­le­ge­nen klei­nen Sied­lung Mar­ga­re­ten­hö­he, hat­te das noch für gro­ßen Bei­fall gesorgt. Auf dem Natur­hof kri­ti­sie­ren zwei Frau­en, die nach eige­nen Aus­sa­gen aller­dings nicht aus dem Orts­teil stam­men, vehe­ment die Idee, eine Bau­stra­ße mit dem vor­ge­schla­ge­nen Ver­lauf ein­zu­rich­ten. Denn die­se berüh­re dann sen­si­ble Feucht­ge­bie­te. Auch der avi­sier­te Aus­bau der B 2 als Orts­um­fah­rung Mal­chow, der im gegen­wär­tig dis­ku­tier­ten Ent­wurf des Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans 2030 als »Vor­ha­ben mit vor­dring­li­chen « steht, gefällt ihnen nicht. Sie befürch­ten Natur­zer­stö­rung. Ande­re Teil­neh­mer am Kiez­spa­zier­gang sehen das anders. Denn die meis­ten Mal­chow­er for­dern schon seit Jah­ren eine Orts­um­fah­rung. Täg­li­ch quä­len sich zehn­tau­sen­de Autos über die Dorf­stra­ße, die Mal­chow qua­si in zwei Tei­le zer­schnei­det. Wil­fried Nün­thel ver­si­chert, dass bei einem Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren, das sol­ch gro­ßen Bau­pro­jek­ten vor­an­geht, ver­schie­de­ne Tras­sen auf ihre Eig­nung geprüft wer­den. »Und die Bür­ger haben die Mög­lich­keit, ihre Kri­ti­ken und Anre­gun­gen ein­zu­brin­gen.« Zunächst aber müs­se erst der Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan 2030 vom Deut­schen Bun­des­tag beschlos­sen wer­den ehe über­haupt wei­te­re Schrit­te erfol­gen könn­ten.

Zer­stör­te Kir­che soll mar­kiert wer­den
Unter­stüt­zung ver­spre­chen Wil­fried Nün­thel und Gre­gor Hoff­mann für ein Vor­ha­ben des Bür­ger­ver­eins »Wir für Mal­chow«. Die­ser will die in den letz­ten Kriegs­ta­gen 1945 zer­stör­te Dorf­kir­che, an die nur noch ein Rui­nen­rest auf dem Fried­hof an der Dorf­stra­ße erin­nert, wie­der auf­le­ben las­sen. Nach einer Idee des Land­schafts­ar­chi­tek­ten Mar­tin Ern­er­th soll kein Kir­chen-Nach­bau ent­ste­hen, son­dern der his­to­ri­sche Grund­riss von Kapel­le und Glo­cken­turm durch die Nach­zeich­nung der alten Mau­ern in ein­fa­cher Sitz­hö­he wie­der sicht­bar gemacht wer­den. Bernd Tan­ne­ber­ger, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Ver­eins, erläu­tert: »Aus den alten Feld­stei­nen, die hier auf dem Fried­hof lie­gen, wird das Kir­chen­schiff nach­ge­zeich­net. Der Turm des Got­tes­hau­ses soll durch ein etwa vier Meter hohes Baum­spa­lier sym­bo­li­siert wer­den.« Tan­ne­ber­ger sagt, man wol­le den Fried­hof damit wie­der mehr in das dörf­li­che Leben zurück­ho­len. Die neue Kir­chen­rui­ne sol­le nicht nur Raum zur stil­len Ein­kehr oder für Got­tes­diens­te bie­ten, son­dern auch für Lesun­gen oder pas­sen­de musi­ka­li­sche Ver­an­stal­tun­gen. Für die Aus­ar­bei­tung der Pro­jekt­idee gab es im ver­gan­ge­nen Jahr ers­te Mit­tel aus dem Kiez­fonds des Bür­ger­haus­hal­tes Lich­ten­berg. Die ver­an­schlag­ten Kos­ten für die Rea­li­sie­rung betra­gen mehr als 50.000 Euro. »Wir wer­den um Spen­der und Spon­so­ren wer­ben«, sagt der Bür­ger­ver­eins-Vize.

Herausgeber: CDU Lichtenberg | 04.06.2016

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