Meldung

Hunde in Hohenschönhausen

Hohen­schön­hau­sen gehört mit ca. 7.500 Hun­den zu den hun­de­reichs­ten Bezir­ken Ber­lins. Dies bringt Pro­ble­me wie Hun­de­kot, Lärm­be­läs­ti­gung durch bel­len­de Hun­de und einen Man­gel an Aus­lauf­flä­chen mit sich. Kon­struk­tiv dis­ku­tiert wur­den an die­sem Abend daher viel­sei­ti­ge The­men, unter ande­rem die Mög­lich­kei­ten der Poli­zei sowie des Ord­nungs­am­tes bei Lärmstö­run­gen und Ver­let­zun­gen des Hun­de­ge­set­zes ein­zu­grei­fen. Die Kon­troll­pflicht von bei­den Akteu­ren sind begrenzt, doch wird bereits viel getan, um ein fried­li­ches Mit­ein­an­der von Nicht-Hun­de­hal­tern und Hun­de­hal­tern im Bezirk zu unter­stüt­zen. Gemein­sam wur­de betont, dass in Hohen­schön­hau­sen bereits posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen im Gan­ge sind, um nicht genutz­te Frei­flä­chen für Hun­de­aus­lauf­ge­bie­te umzu­funk­tio­nie­ren. Gera­de hier sind Bür­ger­initia­ti­ven und Ver­ei­ne gefragt, denn die Pfle­ge und War­tung der Hun­de­aus­lauf­flä­chen kann der Bezirk nicht zusätz­li­ch leis­ten, so der Bezirks­stadt­rat Wil­fried Nün­thel.

Herr Schulz begrüß­te die posi­ti­ven Ent­wick­lun­gen, mahn­te aber gleich­zei­tig an, dass noch viel mehr für die Hun­de getan wer­den muss. Zie­le der Hun­de­ge­mein­schaft Hohen­schön­hau­sen sind ins­be­son­de­re ein Abbau von Vor­ur­tei­len gegen­über Hun­de­be­sit­zern sowie das Ver­hält­nis zwi­schen Hun­de­be­sit­zern und Nicht­hun­de­be­sit­zern gene­rell zu ver­bes­sern.

Herr Frey­mark gab abschlie­ßend einen kur­zen Aus­bli­ck auf Ände­run­gen im neu­en Hun­de­ge­setz und ver­sprach, sich auch in Zukunft für die Hun­de im Bezirk ein­zu­set­zen und zukünf­ti­ge Ver­an­stal­tun­gen zu die­sem The­ma fol­gen wer­den. Von wei­te­ren Hun­de­aus­lauf­ge­bie­ten könn­ten alle Bür­ge­rin­nen und Bür­gern pro­fi­tie­ren, denn somit wer­den ande­re Flä­chen, wie bei­spiels­wei­se Spiel­plät­ze und Parks wie­der­um ent­las­tet.

Fol­gen­de Schwer­punkt konn­ten als Ergeb­nis defi­niert wer­den:

1. Poli­zei und Ord­nungs­amt sind jeder­zeit kon­tak­tier­bar. Hin­wei­se sind expli­zit erwünscht, sofern Ver­stö­ße gegen das Hun­de­ge­setz oder Imis­si­ons­schutz­ge­setz vor­lie­gen.

2. Die Lich­ten­ber­ger Poli­tik macht sich für die Schaf­fung von deut­li­ch mehr und klar defi­nier­ten Hun­de­aus­lauf­ge­bie­ten (mit Spiel­plät­zen für Hun­de) stark.

3. Die Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten und Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaf­ten sol­len sen­si­bi­li­siert wer­den, um auch ihrer Ver­ant­wor­tung für die Mie­ter mit Hun­den gerecht zu wer­den. Das heißt kon­kret, dass die Ent­schei­der bewusst Ein­fluss neh­men, wen Pro­ble­me vor­lie­gen bzw. nicht jeden Hun­de­be­sit­zer mit Wohn­raum ver­sor­gen (erst nach Prü­fung).

4. Die Poli­tik wird auf die ver­schie­dens­ten Part­ner im Bezirk zuge­hen und sich für mehr Hun­de­toi­let­ten stark machen.

5.Das Ber­li­ner Hun­de­gestz soll im Jahr 2015 fer­tig abge­stimmt vor­lie­gen. Wich­ti­ge Eck­fei­ler sind u. a. Lei­nen­pflicht für alle Hun­de (Aus­nah­me bei Men­schen mit Hun­de­füh­rer­schein), die Hun­de­hal­ter müs­sen ein Behält­nis für die Not­durft des Hun­des mit sich füh­ren (bis­her kein Zwang) und die Erfas­sung der Hun­de­hal­ter in einem zen­tra­len Regis­ter.

Über einen Punkt waren sich an die­sem Abend alle einig: Die Hun­de­hal­ter und die rich­ti­ge Erzie­hung bezie­hungs­wei­se eine art­ge­rech­te Hal­tung des Hun­des sind Grund­vor­aus­set­zung für ein har­mo­ni­sches Mit­ein­an­der, denn nicht der Hund erzieht den Men­schen, son­dern der Men­sch den Hund.

Herausgeber: CDU Hohenschönhausen | 16.10.2014

Print Friendly
Zurück zu allen Beiträgen