Meldung

Gespräch mit dem Geschäftsführer des Jobcenter Lichtenberg

Zu Anfang des Gesprächs erläu­ter­te Herr Erbe in Kurz­form das kom­pli­zier­te Kon­strukt des Job­cen­ters, sowie sei­ne Abgren­zung zur Arbeits­agen­tur. Die Arbeits­agen­tur betreut nur Arbeits­lo­se mit Anspruch auf Arbeits­lo­sen­geld bzw. von Arbeits­lo­sig­keit bedroh­te Arbeit­neh­mer. Im Job­cen­ter dage­gen dreht sich alles um die Grund­si­che­rung für Arbeits­su­chen­de nach dem SGB II, im Volks­mun­de auch unter Hartz IV bekannt. Ber­lin hat ins­ge­samt 3 Arbeits­agen­tu­ren und 12 Job­cen­ter. Das Job­cen­ter Lich­ten­berg ist eine gemein­sa­me Ein­rich­tung des Bezirks­am­tes Ber­lin Lich­ten­berg und der Agen­tur für Arbeit Ber­lin Mit­te. Herr Erbe berich­te­te, dass in Lich­ten­berg unge­fähr 40.000 Men­schen vom Job­cen­ter leben. Dazu wer­den aber alle Per­so­nen, die in einer Bedarfs­ge­mein­schaft leben, gezählt, also auch Kin­der. Von die­sen 40.000 sind unge­fähr 15.000 wirk­li­ch arbeits­los oder ver­die­nen weni­ger als 400 Euro im Monat. Inter­es­sant ist dabei, dass der­je­ni­ge, der über 400 Euro monat­li­ch ver­dient, per Gesetz nicht als arbeits­los bezeich­net wird, da er ja Bezie­her von Leis­tun­gen ist.

Die erfreu­li­che Nach­richt war, dass im Jah­re 2012 8000 Per­so­nen aus Lich­ten­berg wie­der erfolg­reich in den Arbeits­markt inte­griert wur­den, also wie­der einer gere­gel­ten Arbeit mit einer ent­spre­chen­den Ent­loh­nung nach­ge­hen.

Herr Frey­mark nahm vie­le inter­es­san­te, zum Teil auch für ihn neue Fak­ten mit aus dem Gespräch mit Herrn Erbe und wird die­se gern bei Bedarf sei­nen Lich­ten­ber­gern in Bür­ger­sprech­stun­den oder per­sön­li­chen Anfra­gen mit­tei­len.

Herausgeber: Danny Freymark | 13.12.2012

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