Meldung

Flugzeuge zum »Anfassen« über Hohenschönhausen

Ziel war es, mehr über die Arbeit der Flug­si­che­rung und den Kon­se­quen­zen des Flug­ver­kehrs für Hohen­schön­hau­sen zu erfah­ren. Bereits mehr­fach hat­ten sich Bewoh­ner aus unse­rer Regi­on über erhöh­ten Flug­lärm beschwert.

Doch wie kommt es zu dem ver­stärk­ten Flug­auf­kom­men über Hohen­schön­hau­sen bzw. dem berech­tig­ten Gefühl, dass die Flug­zeu­ge nied­ri­ger flie­gen? Nach­dem der Flug­ha­fen Tem­pel­hof 2008 geschlos­sen wur­de, flie­gen die lan­den­den Flug­zeu­ge bei hohem Flug­auf­kom­men über den Süd­wes­t­en Ber­lins und nicht mehr wie frü­her über den Müg­gel­see, um in Ber­lin-Tegel zu lan­den. Die Flug­lot­sen han­deln hier­bei nach dem soge­nann­ten »Tran­si­ti­on-Prin­zip«. Dies hat zur Fol­ge, dass die Flug­zeu­ge ver­stärkt über Hohen­schön­hau­sen flie­gen müs­sen, da ein Umweg einen zu gro­ßen zeit­li­chen Auf­wand bedeu­ten wür­de. Hin­zu kommt die Gren­ze zu Polen, wel­che die Flug­bah­nen ohne­hin begrenzt und somit ein wei­te­res Aus­wei­chen nicht ermög­licht. All dies geschieht in ca. 750m bis 1.000m und ist damit spür­ba­rer als in den Jah­ren vor der Schlie­ßung des Flug­ha­fen Tem­pel­hofs.

Die­se Situa­ti­on wird solan­ge Bestand haben, bis der neue Flug­ha­fen BER an den Start geht, da dann geplant ist, den Flug­ha­fen Tegel zu schlie­ßen bzw. nur noch für die Flug­be­reit­schaft der Bun­des­wehr zu nut­zen. Die­se wür­de jedoch ver­än­der­te Flug­rou­ten bekom­men. Da die Eröff­nung des BER nicht ver­bind­li­ch zu pro­gnos­ti­zie­ren ist, muss sich lei­der auch unse­re Regi­on noch bis zur tat­säch­li­chen Ent­las­tung des Flug­lärms gedul­den.

Herausgeber: Danny Freymark | 02.12.2014

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