Meldung

CDU besucht Spree-Ambulance GbR

Neben der ein­drucks­vol­len Prä­sen­ta­ti­on des Koor­di­na­ti­ons- und Orga­ni­sa­ti­ons­sys­tems sowie eines der Trans­por­ter-Model­le lag der Schwer­punkt des Aus­tau­sches mit dem Unter­neh­mer Herrn Schil­bach auf den erneu­er­ten Kran­ken­trans­port­richt­li­ni­en. Auf­grund einer Geset­zes­än­de­rung obliegt die Spree-Ambu­lan­ce, wie alle ande­ren Ber­li­ner Kran­ken­trans­port-Unter­neh­men, seit Janu­ar 2004 einem immer wäh­ren­den Kampf mit den Kran­ken­kas­sen um die Rück­erstat­tung aus­ge­ge­be­ner Geld­er für Trans­por­te hil­fe­be­dürf­ti­ger Men­schen.

Der rot-rote Senat unter­stellt dabei all­ge­mein allen Ärz­ten in Ber­lin den Miss­brauch irre­gu­lär geneh­mig­ter Kran­ken­trans­por­te für Pati­en­ten. Der neue Inhalt der Kran­ken­trans­port­richt­li­ni­en beinhal­tet auf­grund des­sen die Vor­schrift, dass Fahr­ten zur ambu­lan­ten Behand­lung vor­ab ver­ord­net und eben­so zunächst durch die Kran­ken­kas­sen geneh­migt wer­den müs­sen. Um eine Kon­trol­le die­ses Vor­ge­hens zu gewähr­leis­ten, sol­len die Kran­ken­kas­sen auf Emp­feh­lung der Ärz­te hin im Vor­hin­ein ent­schei­den, ob ein Kran­ken­trans­port medi­zi­ni­sch sinn­voll und not­wen­dig sei oder abzu­leh­nen ist, obwohl für die­se Ent­schei­dung objek­tiv das nöti­ge medi­zi­ni­sche sowie pati­en­ten­be­zo­ge­ne Know-How nicht exis­tiert.

Der Spree­Am­bu­lan­ce feh­len auf­grund die­ses Pro­blems im Jahr 2011 bis heu­te bereits meh­re­re tau­send Euro, die die Kran­ken­kas­sen nicht an das Unter­neh­men zurück­zah­len will. Recht­li­che Schrit­te muss­ten vom Unter­neh­men aus ein­ge­lei­tet wer­den, denn laut Gesetz sind Kran­ken­trans­por­te ver­pflich­tet, kran­ke Men­schen zu trans­por­tie­ren, ganz egal, ob die Bereit­stel­lung von Zah­lungs­mit­teln im Vor­hin­ein geklärt wor­den ist oder nicht. Bei Zustan­de­kom­men eines Scha­den­falls des Pati­en­ten wür­de das Nicht-Ein­wir­ken des Kran­ken­trans­por­tes unter den Tat­be­stand der unter­las­se­nen Hil­fe­leis­tung fal­len.

Das ist ein Pro­blem, wel­ches rea­lis­ti­sch betrach­tet, nicht von einem Tag auf den ande­ren zu lösen ist. Dan­ny Frey­mark ver­si­cher­te dem Unter­neh­mer aller­dings, sich dem The­ma anzu­neh­men und gern als Ansprech­part­ner in Zukunft zu fun­gie­ren. Durch Gesprä­che in Senio­ren­hei­men und ande­ren Ein­rich­tun­gen war dem CDU-Kan­di­da­ten das Pro­blem des Kran­ken­trans­por­tes und den damit ver­bun­de­nen all­ge­mei­nen Kos­ten­pro­ble­men teil­wei­se bereits bekannt. Zudem garan­tier­te er dem Unter­neh­mer, sich bei den zustän­di­gen Per­so­nen zu infor­mie­ren sowie Ende Sep­tem­ber ers­te Ein­drü­cke und neue Infor­ma­tio­nen zu die­ser The­ma­tik an die Spree-Ambu­lan­ce wei­ter­zu­lei­ten.

Herausgeber: Danny Freymark | 05.09.2011

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