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Besuch des Windparks in Schönerlinde

Wäh­rend einer halb­stün­di­gen Prä­sen­ta­ti­on erläu­ter­te Herr Jörg Simon, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Ber­li­ner Was­ser­be­trie­be, aller­lei wis­sens­wer­tes zu den drei 170 m hohen, der­zeit auf dem Gelän­de des Klär­werks ent­ste­hen­den Wind­rä­der. Bei Fer­tig­stel­lung der drei Wind­kraft­an­la­gen mit einer Leis­tung von jeweils 2 MW wird das Groß­klär­werk fast ener­gie­aut­ark sein. Dafür inves­tier­ten die Was­ser­be­trie­be 11,2 Mio. Euro in den Bau des klei­nen »Wind­parks«. Mit den drei Wind­rä­dern wer­den rund 80 % der benö­tig­ten Ener­gie selbst erzeugt. 8.600 Ton­nen CO2 wer­den so ver­mie­den. Dem Bau der Anla­ge ging ein sehr auf­wen­di­ger Geneh­mi­gungs­pro­zess vor­an. Die Fach­leu­te vor Ort erläu­ter­ten der Grup­pe wäh­rend dem Rund­gang, dass u.a. nach­ge­wie­sen wer­den mus­s­te, dass weder der Flug von Fle­der­mäu­sen noch die mili­tä­ri­sche Flug­si­cher­heit der Haupt­stadt beein­träch­tigt wer­den. Der Lebens­raum geschütz­ter Ufer­schwal­ben wur­de durch einen Umzug gesi­chert. Das High­light des Tages war wohl, die rie­si­gen, im Durch­mes­ser 92,8 m lan­gen Rotor­blät­ter auf der Erde lie­gend betrach­ten zu kön­nen. Jeder durf­te dann mal anfas­sen, bevor sie in 123 m Höhe ange­bracht wer­den.

Außer­dem wur­de erläu­tert, dass die Ber­li­ner Was­ser­be­trie­be auf grü­ne Ener­gie setz­ten, wie z.B. auf Solar­an­la­gen, Wär­me aus Abwas­ser und ther­mi­sche Klär­schlamm­ver­wer­tung. »Das IKEA Haus in der Lands­ber­ger Allee wird allein durch Wär­me aus Abwas­ser beheizt«, so Jörg Simon. Gerei­nig­tes Abwas­ser durch das Klär­werk Schö­ner­lin­de wird u.a. auch in den Tegeler See gelei­tet. Das ein­ge­lei­te­te Was­ser hat dabei sehr gute Qua­li­tät.

Nach der Besich­ti­gung waren sich alle Teil­neh­men­den einig, dass der inno­va­ti­ve Ein­satz von Wind­rä­dern zur Eigen­ver­sor­gung des Klär­werks Schö­ner­lin­de kom­bi­niert mit einer antei­li­gen Ein­spei­sung von erzeug­tem Strom ins Netz des ört­li­chen Ener­gie­er­zeu­gers eine gute Sache sei, die auf jeden Fall aus­ge­baut wer­den soll­te.

Herausgeber: Danny Freymark | 15.11.2012

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