Meldung

70 Jahre Speziallager in Hohenschönhausen – Gedenken im Roten Rathaus

Beson­ders bemer­kens­wert war das von Hel­mut Frau­en­dor­fer geführ­te Zeit­zeu­gen­in­ter­view mit Lot­te Ohne­zeit und Hor­st Jäni­chen, die deut­li­ch mach­ten, wie schwie­rig die Lebens­um­stän­de im Spe­zi­al­la­ger waren. Des Wei­te­ren zeig­ten ihre Bei­trä­ge die ange­wen­de­te Will­kür bei den Ver­haf­tun­gen durch die dama­li­gen Insti­tu­tio­nen auf. Auch die Lager­auf­ent­hal­te selbst waren von Hun­ger und Krank­hei­ten geprägt.

Bei der anschlie­ßen­den Podi­ums­dis­kus­si­on mit dem ehe­ma­li­gen DDR Außen­mi­nis­ter Mar­kus Meckel, dem His­to­ri­ker Peter Erler und dem Mit­glied des Abge­ord­ne­ten­hau­ses Dan­ny Frey­mark stell­te sich schnell her­aus, dass auch noch heu­te mehr als 700 nament­li­ch bekann­te Opfer anonym in einem Mas­sen­grab in der Gens­ler­stra­ße ver­scharrt lie­gen. In sei­nem State­ment mach­te der Abge­ord­ne­te Dan­ny Frey­mark deut­li­ch, dass es unse­re mora­li­sche Ver­pflich­tung ist die­sen Men­schen ihre letz­te Ruhe zuzu­ge­ste­hen. Mar­kus Meckel wies dar­auf hin, dass es das soge­nann­te Grä­ber­ge­setz gibt, wel­ches zum Inhalt hat, dass Opfer der Dik­ta­tu­ren auch ein Anrecht auf eine Bestat­tung auf einem Fried­hof haben. Herr Erler ver­wies auf das von ihm zusam­men­ge­stell­te Toten­buch, in dem die Opfer ihre Namen zurück­er­hal­ten haben. Abge­run­det wur­de die Gedenk­fei­er durch die musi­ka­li­sche Beglei­tung der Grup­pe Cel­lo-Duo Zwei­klang (Gui­do Schar­mer und Dani­el Hoff­mann).

Herausgeber: CDU Hohenschönhausen | 04.06.2015

Print Friendly
Zurück zu allen Beiträgen